Feste und mobile Breitbandversorgung in Europa

02.12.2008 – In der EU wird der Abstand zwischen den besten Ländern und den Nachzüglern in der Breitbandversorgung kleiner. Zusätzlich gewinnen mobile Breitbanddienste an Bedeutung.

In der EU wird der Abstand zwischen den besten Ländern und den Nachzüglern in der Breitbandversorgung kleiner. Zusätzlich gewinnen mobile Breitbanddienste an Bedeutung.

Die hat einen umfassenden Bericht über die europäische Breitbandversorgung veröffentlicht. Mit einem Versorgungsgrad von 21,7 Prozent im Juli 2008 konnte eine signifikante Steigerung zu den 18,2 Prozent des Juli 2007 festgestellt werden; mobile Dienste kommen auf 6,9 Prozent. EU-weit stehen Dänemark und die Niederlande mit einem Breitbandversorgungsgrad von 35  Prozent weiterhin an der Spitze, Schlusslicht ist Bulgarien mit 9,5 Prozent. Besonders große Zuwächse konnten in Malta mit 6,7, in Deutschland mit 5,1 und auf Zypern mit 4,9 Anschlüssen pro 100 Einwohner erzielt werden. Finnland mit 1,9 und Portugal mit 1,0 Anschlüssen pro 100 Einwohner konnten am wenigsten hinzugewinnen.

Mobilfunkgestützte Breitbandtechniken wie 3G- und Datendienste über Datenkarten gewinnen in einer Reihe von Mitgliedstaaten nun an Bedeutung: Dänemark, Griechenland, Deutschland, Italien, Slowenien und Spanien meldeten Breitband-Mobilfunkversorgungsraten von über zehn Prozent. Insgesamt gab es am 1. Juli 2008 in der EU 34 Millionen Breitband-Mobilfunkkunden, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien aufgrund fehlender Daten nicht eingerechnet. Spitzenreiter der mobilen Breitbandversorgung ist Spanien mit 20 Prozent der Breitbandzugänge, Schlusslichter sind Belgien und Zypern mit unter einem Prozent; EU-weit beträgt der Durchschnitt 6,9 Prozent.

DSL ist mit fast 86 Millionen Anschlüssen nach wie vor die wichtigste Breitbandtechnik der EU, der Zuwachs hat sich allerdings stark verlangsamt und fällt um 10,9 Prozent geringer aus als im Juli 2007. Hiervon profitieren andere feste Breitbandtechniken wie Fernsehkabel, Glasfaser-Hausanschlüsse (FTTH) und drahtlose Teilnehmeranschlüsse. Hinsichtlich der Datenübertragungsraten liegen 74,8 Prozent der erfassten Anschlüsse in der EU liegen im Bereich von 2 Mbps und darüber, 62 Prozent zwischen 2 und 10 Mbps, und 12,8 Prozent über 10 Mbps. Extrem schnelle Verbindungen über 100 Mbps, wie beispielsweise bei den Glasfaseranschlüssen, stehen nur 1,4 Prozent der europäischen Internetkunden zur Verfügung.

 



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