03.12.2008 – Deutschlands IT-Markt steht aufgrund der Rezession ein schwieriges Jahr 2009 bevor. Besonders der Hardwaremarkt ist von der Konjunkturflaute betroffen, neue Modelle können dagegen voraussichtlich trotzdem zulegen.
Deutschlands IT-Markt steht aufgrund der Rezession ein schwieriges Jahr 2009 bevor. Besonders der Hardwaremarkt ist von der Konjunkturflaute betroffen, neue Modelle können dagegen voraussichtlich trotzdem zulegen.
Bisher blieb der deutsche IT-Markt von Auswirkungen der Finanzkrise weitgehend unberührt. Einer Studie der Marktanalysten von zufolge, wird sich die Rezession jedoch in der ersten Jahreshälfte 2009 deutlich bemerkbar machen und in einem Gesamtwachstum von nur noch einem Prozent niederschlagen. Erst 2011 soll der Markt wieder deutlich an Fahrt aufnehmen und Wachstumsraten von über vier Prozent erreichen. Der IT-Markt verliere spürbar an Dynamik, allerdings sei dies nicht vergleichbar mit der Situation nach dem Platzen der New-Economy-Blase, so Joachim Benner von IDC. Im New-Economy Boom wären die IT-Ausgaben im Verhältnis zu den Gesamtausgaben deutlich stärker gestiegen, als dies im zurückliegenden Aufschwung der Fall war.
Im Rahmen der Studie reduzierte IDC seine Wachstumsprognosen der jährlichen IT-Ausgaben im Zeitraum von 2007 bis 2012 um einen Prozentpunkt aus 3,3 Prozent. Viele Unternehmen werden demzufolge ihre Ausgaben beispielsweise für Hardware einschränken und die Investitionszyklen verlängern. Von 2007 bis 2012 erwartet IDC daher nur ein Wachstum von knapp 0,2 Prozent im Hardware-Bereich. Dagegen sollen Zentralisierung, Konsolidierung und Virtualisierung den Markt für Infrastruktur-Software antreiben; zudem wird sich laut Prognose aufgrund gestiegenen Reifegrades sowie der knappen Budgetlage die Nachfrage nach Lösungen in Form von "Software as a Service" (SaaS) verstärken. IDC erwartet für Deutschland einen jahresdurchschnittlichen Anstieg der Ausgaben für Software von fünf Prozent für die kommenden Jahre.
Der Markt für IT-Services werde sich im kommenden Jahr durch die eingetrübte Konjunktur etwas zurückhaltender gestalten, dennoch soll dieses Segment weiter wachsen. Investitionen von 4,7 Prozent mehr als in 2008 könnten durchaus als realistisch erwartet werden. Gestützt wird der Markt IDC zufolge vor allem dadurch, dass Unternehmen nun verstärkt alternative und preislich attraktive Bezugsmodelle von Hard- und Software suchen. Profitieren wird der Markt laut den Experten mittelfristig auch von den steigenden öffentlichen Ausgaben: Zwar würden sich die anstehenden Konjunkturprogramme zunächst nicht auf den Sektor auswirken, bei Erfolg der Maßnahmen kämen der IT jedoch ebenfalls positive Effekte zu. Sobald die Konjunktur an Fahrt gewinnt, werde auch der IT-Markt im Verlauf von 2011 wieder eine schnellere Gangart einlegen, vermutet Benner.
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