Online-Videos werden immer beliebter

04.12.2008 – Deutsche Nutzer greifen zunehmend auf Internet-Videoangebote zu. Besonders seit der Ausbreitung von Breitbandanschlüssen entwickelt sich das Netz mehr und mehr zum Unterhaltungsmedium.

Deutsche Nutzer greifen zunehmend auf Internet-Videoangebote zu. Besonders seit der Ausbreitung von Breitbandanschlüssen entwickelt sich das Netz mehr und mehr zum Unterhaltungsmedium.

Innerhalb der ersten drei Quartale 2008 sahen sich durchschnittlich 25,6 Millionen deutscher Internet-Nutzer Videos im Netz an. Und der Trend zeigt weiter nach oben: Waren es im ersten Quartal 25,1 Millionen, betrug die monatliche Zuschauerzahl im dritten Quartal bereits 26,1 Millionen. Im letzten Quartal des Jahres wird mit einer weiteren Steigerung auf 26,6 Millionen Nutzern im Monat gerechnet. Dies sind die Ergebnisse einer Studie von , die der Branchenverband BITKOM mitteilte. Schon lange werde über das Internet kommuniziert und informiert, dank immer schnellerer Anschlüsse steige nun die Beliebtheit von Online-Videos, so BITKOM-Vizepräsident Achim Berg.

Laut Erhebung schauen drei von vier Internetnutzern über 15 Jahren kurze Filme im Netz, die Zahl der abgerufenen Videos lag zuletzt bei 3,11 Milliarden. Im Schnitt betrachtete jeder Nutzer von Online-Videos täglich etwa vier Filme. Das mit Abstand erfolgreichste Portal ist dabei Googles Videoplattform YouTube, die in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Schnitt alleine 15,3 Millionen Nutzer und 1,3 Milliarden abgerufene Filme auf sich vereinen konnte. Auf Platz zwei und drei der Anbieter mit den meisten abgerufenen Videos stehen die Online-Ableger der TV-Konzerne ProSiebenSat1Media AG mit 50 Millionen Abrufen bei 4,8 Millionen Besuchern und die Angebote der RTL-Group mit 39,3 Millionen Abrufen und 3,7 Millionen Nutzern.

Noch sind Online-Videos nicht mit dem traditionellen Fernsehen vergleichbar, da im Netz überwiegend kurze Clips angeschaut werden. Auch bei der durchschnittlichen Videolänge zeichne sich jedoch eine deutlich aufsteigende Tendenz ab, erläutert Berg. Zunehmend werden auch im Netz längere Formate angeboten und aufgerufen. Daher werde das Internet bereits in Kürze als Übertragungsweg für Fernsehangebote eine echte Alternative darstellen. Nach US-amerikanischem Vorbild seien die ersten deutschen professionellen Internet-Angebote dieser Art bereits an den Start gegangen, so der BITKOM-Vizepräsident weiter.

 


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