Logistikkette: Alles unter Kontrolle?

06.12.2002 – Auch wenn die Zulieferer per Supply Chain Management Software gut eingebunden sind, können unerwartete Ereignisse viel Schaden anrichten – falls nicht unverzüglich reagiert wird.

Auch wenn die Zulieferer per Supply Chain Management Software gut eingebunden sind, können unerwartete Ereignisse viel Schaden anrichten – falls nicht unverzüglich reagiert wird.

Für alle Vorgänge, die ordnungsgemäß ablaufen, ist Supply Chain Management (SCM) Software, die Kunden und Lieferanten mit einem Unternehmen verbindet, ausreichend. Aber es gibt auch Planabweichungen, wenn beispielsweise eine Lieferung nicht pünktlich eintreffen kann. In diesen Fällen wird zunehmend mittels so genannter Supply Chain Event Management Software (SCEM) anhand vorher definierter Parameter diese Abweichung festgestellt und Alarm geschlagen. Die Information wird an die relevanten Stellen im Unternehmen kommuniziert und dank Kontroll- und Eingriffsoptionen kann der Produktionsprozess entsprechend angepasst werden.

Da sich SCEM-Funktionalitäten zu einem festen Bestandteil des breiter gestreuten SCM-Anwendungsmarktes entwickeln, werden laut einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung die Umsatzzahlen für europäische SCEM-Lizensierungen von derzeit 10,4 Millionen US$ (2002) auf voraussichtlich 147 Millionen US$ (2007) ansteigen. Die zunehmende Komplexität der Beschaffungsketten, die Bemühungen, Kosten zu senken sowie die Kundenzufriedenheit zu verbessern, und die Fähigkeit der neuen Technologie zur Überwachung, Benachrichtigung und Steuerung werden den Einsatz von SCEM-Systemen weiterhin ankurbeln.

Einfach ist die Implementierung einer SCEM-Software naturgemäß nicht. Die spezifischen Eigenschaften der Lieferkette – vor allem die ‚wunden Punkte‘ – müssen zuvor verstanden sein. "Oftmals erwächst dieses Verständnis nur aus tiefgreifenden Kenntnissen der entsprechenden Branche", führt Andrew Ball, Industrie-Analyst bei Frost & Sullivan, aus. Und auch die Anbindung an Geschäftspartner in der Warenkette bleibe vorläufig noch begrenzt. SCEM arbeite zwar am effektivsten, wenn das System geschäftliche Kennzahlen aus verschiedenen Quellen erfassen kann – und zwar sowohl quer durch die Lieferkette wie innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Bei Geschäftspartnern gebe es aber häufig eine gewisse unwillige Zurückhaltung, die SCM-Daten freizugeben. Dann müsse in Verträgen klar festgeschrieben werden, welche Informationen dem Datenzugriff freistehen.

 


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