07.12.2000 – Die deutschen Unternehmen wenden sich zwar verstärkt dem elektronischen Geschäftsverkehr zu, nutzen das volle Potential jedoch noch längst nicht aus.
Die deutschen Unternehmen wenden sich zwar verstärkt dem elektronischen Geschäftsverkehr zu, nutzen das volle Potential jedoch noch längst nicht aus.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter mehr als 22.000 Firmen, die der DIHT-Präsident Hans Peter Stihl in Berlin vorstellte. Nach eigenen Angaben ist die Erhebung die bislang größte ihrer Art in Deutschland. Demnach ist laut Stihl für die deutsche Wirtschaft das Thema E-Business keine terra incognita mehr. Insgesamt setzen schon heute rund 60 Prozent der deutschen Unternehmen auf IT-Anwendungen vom eigenen Internetauftritt über das Extranet und die elektronische Kundenbetreuung bis hin zur tatsächlichen Geschäftsabwicklung über das Internet. Wenn auch schon mehr als die Hälfte der Firmen über eine eigene Internetpräsenz verfügen, so steht die Online-Einbindung der gesamten Wertschöpfungskette (Beschaffung, Produktion und Verkauf) lediglich bei einer Minderheit auf der Tagesordnung.
Insgesamt planen 52 Prozent der Unternehmen Investitionen in Informationstechnik und Internet. Ganz oben auf der To-do-Liste steht dabei der Webauftritt selbst, in den 36 Prozent der Firmen 2001 investieren wollen. Das Business-to-Consumer-Geschäft haben lediglich etwa 13 Prozent bei ihren Investitionen im Visier.
Bei den Investitionshemmnissen nennen 49 Prozent der Unternehmen die Zurückhaltung der (potentiellen) Kunden. Dieser Faktor steht somit an erster Stelle, gefolgt von den Kosten (36 Prozent) und der Sorge um die Sicherheit im Netz (29 Prozent). Aber auch der Fachkräftemangel im IT-Bereich spielt für ein Viertel der Unternehmen eine wichtige Rolle.
Die Untersuchung wurde vom Deutschen Industrie- und Handelstag bereit.
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