2008 – und alles wird anders?

07.12.2007 – Davon gehen zumindest IT-Analysten aus, die die Entwicklung der letzten Jahre auf einem Höhepunkt angekommen sehen. IT-Ausgaben sollen langsamer wachsen, und im Web 2.0 werde die Vielzahl der Nutzermeinungen kanalisiert.

Davon gehen zumindest IT-Analysten aus, die die Entwicklung der letzten Jahre auf einem Höhepunkt angekommen sehen. IT-Ausgaben sollen langsamer wachsen, und im Web 2.0 werde die Vielzahl der Nutzermeinungen kanalisiert.

Wenn man auf den IT-Markt der letzten Jahre zurückblickt, so hat sich einiges verändert – die Analysten von sprechen von disruptiven Entwicklungen und meinen damit die Vielzahl technologischer Innovationen, die die bisher dominierenden Technologien langsam verdrängen. Im Einzelnen zählen dazu Neuerungen wie Online-Delivery, Community-basierte Entwicklung, lösungsorientiertes Packaging und neue Märkte. Mit dem Aufkommen eines "Everything-as-a-Service"-Gedankens, von Web 2.0-Applikationen, offenen Entwickler-Communities, Finanzierungsmodellen auf Basis kostenloser IT-Angebote und durch neue Mitbewerber wie Google, YouTube und Facebook habe sich 2007 eine neue Dynamik entwickelt, die 2008 den Boden für einen veränderten Markt bereiten soll. Das kommende Jahr werde geprägt von sehr viel höheren Investitionen in neue Märkte, einer Menge neuer Online-Produkt- und -Service-Angebote und der stärkeren Öffnung von bislang in sich geschlossener Geschäftsmodelle für Communities.

Die Konsequenzen im Einzelnen: IT-Ausgaben wachsen in 2008 nicht mehr so schnell. Wirtschaftliche Unsicherheitsfaktoren und das Risiko des Kursrückgangs dämpfen das Wachstum bei den IT-Ausgaben nicht nur in den USA; dadurch sinkt die weltweite IT-Wachstumsrate von 6,9 Prozent in 2007 auf mäßige 5,5 -5,0 Prozent. Außerdem wenden sich die IT-Lieferanten schnell wachsenden Schwellenmärkten wie Brasilien, Russland, Indien und China zu, wo die IT-Ausgaben weiterhin stark steigen. Auch das Segment der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) werde verstärkt angegangen – um Nischen zu sichern, wo noch investiert wird. Die Großen der IT-Branche werden ihre Kernangebote – Applikationen, Business Intelligence, Server, Storage, Imaging und Printlösungen – in viel stärkerem Umfang über Online-Delivery-Modelle anbieten, denn damit ließen sich wachstumsstarke Märkte, insbesondere das KMU-Segment, profitabel bedienen.

Im Bereich Web 2.0 soll neuartige Software die "Kakophonie der Vielen" zu einer Stimme vereinen. Die sprunghafte Ausbreitung von sozialen Netzwerken habe zu einer Flut von unstrukturierten Daten geführt, so die Analysten. So genannte Eureka 2.0-Software soll Suchtechnologien für die Analyse von Resultaten auf positive oder negative Meinungen bereitstellen, um so aus der Vielzahl der Einzelmeinungen eine "Weisheit der Vielen" herauszuziehen. 2008 gehe die Zeit des Herumexperimentierens zu Ende, bilanziert Analyst Frank Gens von IDC. Führende Marktteilnehmer würden ernst machen mit der Transformation ihrer Produkte und Services, um von diesen neuen Technologien und Geschäftsmodellen profitieren zu können und damit einhergehende Herausforderungen anzugehen.

 


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