BundOnline 2005: größtes eGovernment-Programm Europas

12.12.2001 – Einen Umsetzungsplan für seine ehrgeizigen Pläne hat Innenminister Schily in Berlin vorgestellt: bis 2005 sollen 376 Dienstleistungen online sein.

Einen Umsetzungsplan für seine ehrgeizigen Pläne hat Innenminister Schily in Berlin vorgestellt: bis 2005 sollen 376 Dienstleistungen online sein.

Die eGovernment-Initiative werde laut Schily dafür sorgen, dass Bürger und Wirtschaft die Dienstleistungen der Bundesverwaltung einfacher, schneller und kostengünstiger in Anspruch nehmen können. Und das wird sich die Bundesregierung einiges kosten lassen: Immerhin hat der Umsetzungsplan einen Finanzbedarf von 1,65 Mrd. Euro ermittelt. Allein 25 Prozent davon werden für die Umorganisation der Verwaltungen und die Veränderung der internen Prozesse nötig sein, und rund 10 Prozent sollen für die Schulung der Beschäftigten aufgewendet werden.

Dabei soll im Rahmen der Internet-Strategie durch zentrale Lösungen Zeit und Geld gespart werden. Ungesteuertes Vorgehen und Mehrfachaufwendungen zu verhindern, sei das erklärte Ziel des Umsetzungsplanes, auch um Mehrausgaben von rund 500 Mrd. Euro zu vermeiden. Darüber hinaus werden nach der vollständigen Umsetzung von BundOnline 2005 Einsparungen von gut 400 Mio. Euro jährlich in der Bundesverwaltung erwartet. Das Potential sei besonders groß bei Antragsverfahren, Fördermaßnahmen und der öffentlichen Beschaffung.

Trotz des erheblichen Finanzbedarfs sei die Initiative eine gute Investition in die Zukunft, betonte Schily. Es gehe darum eine Verwaltung zu schaffen, die mehr leiste und weniger koste. Nicht nur mit diesem Ziel, auch für die Umsetzung hat man sich bei der Bundesverwaltung die Vorgehensweise großer Unternehmen zum Beispiel genommen: "Im Zeitalter des Internet muss jedes Unternehmen seine Dienstleistung auf den Prüfstand stellen und herausfinden, ob und wie das Internet die Dienstleistung unterstützen kann; oder ob die Dienstleistung möglicherweise ganz über das Internet erbracht werden kann. Bei Banken und Versicherungen, aber auch im Handel kann man diese Vorgehensweise gut beobachten. Die öffentliche Verwaltung kann dabei keine Ausnahme sein."

 


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