Milliardenschaden durch Fehlinvestitionen

13.12.2001 – Knapp zwölf Prozent des jährlichen IT-Budgets von deutschen Mittelstands- und Grußunternehmen werden fehlinvestiert.

Knapp zwölf Prozent des jährlichen IT-Budgets von deutschen Mittelstands- und Grußunternehmen werden fehlinvestiert.

Dabei sind Softwarelösungen für das Internet und den elektronischen Geschäftsverkehr sowie IT-Sicherheit die Spitzenreiter unter den Investitionsflops. Als wenig tauglich und den Anforderungen nicht entsprechend haben sich diese Produkte bei 41 bzw. 39 Prozent der von befragten 700 Unternehmen erwiesen.

Die Probleme liegen allerdings häufig nicht in den Softwareprodukten selbst. Wie Prof. Joachim Hertel von der Infor AG erläutert, decken die ausgewählten Lösungen vielmehr oft den spezifischen Bedarf der Unternehmen nicht ab, weil vor der Entscheidung kein klares Anforderungsprofil definiert wurde. Beispiel eCommerce: "Wer ohne klare strategische Ausrichtung und ohne konkretes Geschäftsmodell für das Internet-Business in Shop-Lösungen investiert, geht zwangsläufig ein großes Risiko ein, dass das ausgewählte Produkt die eigenen Ziele nicht hinreichend unterstützt."

Auffällig sei auch die hohe Quote an Fehlinvestitionen in Softwarelösungen, die einen gewissen Trendcharakter haben. "Bei Themen wie eBusiness oder Customer-Relationship-Management haben die Unternehmen Neuland betreten und dadurch überproportional häufig Fehlentscheidungen getroffen", versucht Prof. Hertel einen Erklärungsansatz. Auch den Einsatz von Security-Lösungen zählt er dazu, da erst mit dem Bekanntwerden der Risiken in der Internet-Kommunikation eine höhere Sensibilität für die Sicherheitsproblematik entstanden sei. Viele Anwender hätten als Reaktion darauf möglicherweise ohne ausreichende konzeptionelle Grundlage in Lösungen für die Datensicherheit investiert.

 


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