capitalism21: Aktien gegen Know-How

14.12.2000 – Nachdem das Regierungsprojekt "Green Card" bisher nur mäßigen Erfolg erzielen konnte, gibt es jetzt einen neuen offensiven Vorstoß dem Fachkräftemangel in Deutschland wirkungsvoll zu begegnen.

Nachdem das Regierungsprojekt "Green Card" bisher nur mäßigen Erfolg erzielen konnte, gibt es jetzt einen neuen offensiven Vorstoß dem Fachkräftemangel in Deutschland wirkungsvoll zu begegnen.

So plant die Berliner für den Januar nächsten Jahres die Einführung eines Marktplatzes zum Austausch zwischen Fachkräften und Unternehmen. Dabei sollen Know-How-Träger ihre Arbeitskraft bzw. bestimmte Dienstleistungen gegen eine direkte Beteiligung an Unternehmen oder einzelnen Produkte bereitstellen. Arbeit ab 30 Minuten Einsatzzeit sei demnach laut capitalism21 so schnell und unkompliziert investierbar wie Geld bei einem Online Broker.

Das Projekt, das die Begründer auch mit "Linux auf Aktien" umschreiben, setzt dabei auf global kooperierende Netzwerke, die ähnlich wie bei Open-Source-Strategien an gemeinsamen Projekten oder Unternehmensgründungen arbeiten, aber im Gegensatz dazu, im Erfolgsfalle von dem realisierten Produkt auch monetär profitieren. In der Betaphase haben sich bereits ca. 70 Freelancer aus dem IT-Bereich registriert, die Startups ihre Mitarbeit und Erledigung von Aufträgen gegen eine Beteiligung anbieten. Derzeit sind die Plattformbetreiber allerdings noch auf der Suche nach Unternehmen, die bereit sind, Aufträge gegen Anteile auszuschreiben.

Die Revenues für capitalism21 AG in Gründung sollen vor allem durch die Lizensierung der Plattform an Unternehmen sowie den Ausbau von "Working Communities" erzielt werden. Bereits nach 4 Jahren weist der Business-Plan dabei einen stolzen Gewinn von rund 44 Millionen Euro vor Steuern aus.

 


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