Domain-Marktplatz vermittelt Wunsch-URL

15.12.2000 – Sollten die Besitzer attraktiver Domainnamen in Kürze unverhofft viele Angebote für die Übernahme ihrer URL erhalten, könnte das am Launch eines neuen Online-Services liegen.

Sollten die Besitzer attraktiver Domainnamen in Kürze unverhofft viele Angebote für die Übernahme ihrer URL erhalten, könnte das am Launch eines neuen Online-Services liegen.

So ging mit am Mittwoch ein Angebot ins Netz, das sich auf die Versteigerung von Domain-Namen spezialisiert hat. Das Besondere an diesem Angebot: es konzentriert sich vornehmelich auf die 20 Millionen bereits registrierter Internet-Adressen. Frei nach dem Motto, dass alles letztlich seinen Preis hat, sollen Kaufinteressenten die Möglichkeit erhalten, sich den Namen für ihr Online-Business sichern zu können, den sie tatsächlich wollen. Register.com stellt dann entsprechend die Kontakte her, unter denen die Verhandlungen dann starten können.

"Meine Schuhe stehen eigentlich auch nicht zum Verkauf, aber wenn mir auf der Straße jemand genug Geld für sie bietet, gehe ich eben barfuß nach Hause", lautet die simple Erklärung von Chris Maroney, einem der Direktoren von Register.com. Etwas weniger salopp klingt die Argumentation des CEO Richard Forman "In Wahrheit ist es so, dass der Erwerb einer Domain auf dem Resale-Markt einen sehr komfortablen Weg darstellen kann, seinen Wunschnamen zu erhalten". Dabei gilt es zu beachten, dass gegenwärtig weniger als die Hälfte aller angemeldeten URLs tatsächlich auch in Gebrauch sind, so dass durchaus gute Chancen bestehen, seinen Wunschnamen preiswert zu erhalten."

Auch das gegenwärtige "Dotcom-Sterben" könnte sich durchaus positiv auf das Geschäft von Register.com auswirken: So stürzte sich etwa Petsmart.com kürzlich sofort auf den Namen des ehemaligen Wettbewerbers Pets.com, nachdem dessen Geschäftsaufgabe bekannt wurde.

Register.com, die auch die Abwicklung erfolgreicher Transaktionen durchführen, erhebt für alle Vermittlungen bis 2000 US$ eine Gebühr von 100 US$. Darüber hinaus ist man mit einem Anteil von 5 Prozent an den Transaktionen beteiligt.

 


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