Öffentliche Hand: Sparen durch eProcurement?

16.12.2002 – Das Beschaffungsvolumen der öffentlichen Haushalte beläuft sich auf rund 67 Mrd. Euro jährlich. Ein enormes Einsparpotential liegt hier noch brach.

Das Beschaffungsvolumen der öffentlichen Haushalte beläuft sich auf rund 67 Mrd. Euro jährlich. Ein enormes Einsparpotential liegt hier noch brach.

Elektronische Ausschreibungen und Versteigerungen könnten die Kosten für Beschaffung erheblich senken, so eine Modellrechnung von . Die Experten gehen davon aus, dass in der Privatwirtschaft die Kosten für die Beschaffung um durchschnittlich 16 Prozent sinken, wenn ein Unternehmen Online-Versteigerungen einsetzt. Übertragen auf das prinzipiell für die Internetabwicklung geeignete Beschaffungsvolumen der öffentlichen Hand von 31 Mrd. Euro ergibt sich eine mögliche Einsparung von 5 Mrd. Euro.

Der Modellrechnung zugrunde gelegt wurden die durchschnittlich realisierten Einsparungen der fünf größten Anbieter von Ausschreibungs- und Auktionsservices. Hier liegt Goodex mit 19 Prozent vorn, gefolgt von eBreviate und Freemarkets, die 18 Prozent Einsparungen ausweisen. Auf den Plätzen vier und fünf folgen Trade2B und Portum mit 15 bzw. 14 Prozent. "Nach allem was wir heute wissen, und das bestätigen auch die Analysen der führenden Online-Auktionsanbieter, liegt das Einsparpotenzial im öffentlichen Bereich mindestens so hoch wie in der Privatwirtschaft, wenn nicht sogar höher", erklärt Matthias Richter, Projektleiter bei Putz & Partner. Bestes Beispiel sei die Bundeswehr, die auf der Online-Plattform Goodex im Rahmen eines Pilotprojekts einige Aufträge via Internet vergeben und dadurch 21 Prozent Kosten gespart hat. "Selbst bei geringerem Einsparvolumen sprechen wir aber immer noch über Milliarden-Beträge, die gespart werden könnten", so Richter.

 


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