Optimierte IT-Prozesse als Schutz vor Finanzkrisen

R   (12 April 2012)  |  Updated

Acht von zehn deutschen Unternehmen versuchen für künftige Finanzkrisen besser gerüstet zu sein, indem sie ihre Prozesse optimieren. So setzt beispielsweise jedes dritte Unternehmen auf IT-Outsourcing. Außerdem wollen viele Unternehmen verstärkt Standardsoftware einsetzen und ihre IT-Anwendungen konsolidieren. Das sind Ergebnisse der Studie „Ertragssicherung in der Finanzkrise“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

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Schwächelnde Konjunktur, Staatsschuldenkrise im Euroraum und schwindendes Vertrauen in das Bankensystem – ungeachtet der soliden Konjunktur spüren die deutschen Unternehmen die Folgen der Banken- und Wirtschaftskrise. Und auch in Zukunft rechnen die Topmanager damit, dass heftige Ausschläge am Kapitalmarkt die Erträge belasten werden.

Um besser für die Auswirkungen der Finanzkrise gerüstet zu sein, wollen 81 Prozent der von Steria Mummert Consulting befragten Unternehmen ihre Prozesse optimieren – 46 Prozent sind die Prozessanpassungen bereits angegangen, 35 Prozent planen entsprechende Maßnahmen in naher Zukunft. Für viele Firmen beginnt Prozessoptimierung bei der IT. So planen 42 Prozent der befragten Entscheider, künftig noch mehr Standardsoftware zu nutzen statt auf teure und aufwendige Eigenentwicklungen zu setzen. Weitere 40 Prozent der Unternehmen wollen ihre IT-Anwendungen konsolidieren, um so ihre Abläufe zu verschlanken. Zudem setzen 33 Prozent der Firmen auf die Modernisierung von Anwendungslandschaften.

„Durch Software-as-a-Service und Cloud Computing kann beispielsweise die Effizienz der IT gesteigert werden. So können Kosten und Investitionen gesenkt werden und die interne IT-Struktur wird schlanker“, sagt Dr. Joachim Philippi von Steria Mummert Consulting. „Statt Softwarelizenzen zu kaufen und auf der unternehmenseigenen Hardware zu installieren, kann diese Funktionalität auch als Service aus dem Netz bereitgestellt werden. Dies spart zum Beispiel Kosten für die Beschaffung und Administration der Infrastruktur.“

Eine verbreitete Maßnahme zur Prozessoptimierung ist die komplette oder teilweise Auslagerung der IT. 31 Prozent der von Steria Mummert Consulting befragten Unternehmen setzen auf IT-Auslagerung als eine Reaktion auf Kapitalmarktschwankungen. Damit wird die IT von der Mehrzahl der Unternehmen ausgelagert, die Outsourcing anwenden. Insgesamt setzen 61 Prozent der Entscheider eine Form von Outsourcing ein, davon will die Hälfte IT auslagern. „Intelligente Sourcing-Konzepte von der Infrastruktur über die Anwendungen bis zu den damit verbundenen Dienstleistungen geben die notwendige Flexibilität gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten“, sagt Dr. Joachim Philippi von Steria Mummert Consulting, „Wichtig sind dabei aber nicht nur die technischen und vertragsjuristischen Aspekte, sondern auch das Thema Change Management. Nur so ist sichergestellt, dass sich die erwünschte Kosteneinsparungen nachhaltig einstellen, aber auch die betroffenen Mitarbeiter in der IT und den Fachbereichen abgeholt und mitgenommen werden.“

Bereits in den vergangenen zwölf Monaten haben 68 Prozent aller Unternehmen Maßnahmen eingeleitet um ihre IT-Kosten zu senken. Besonders Finanzdienstleister und der Handel wollen so Effizienz steigern. Dienstleister aus Kommunikation, Logistik und Versorgung setzen IT-Einsparungen sogar an erste Stelle, 70 Prozent setzen hier an.

www.steria.com

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