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E-Commerce: Frauen, Internet-Pure-Player und Rechnungskauf ermöglichen Umsatzsteigerung

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Der Erfolg des Interaktiven Handels, also des Multichannel Online- und Versandhandels, ist laut dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) weiterhin ungeschlagen. Das Jahr 2012 bescherte laut einer Untersuchung des Forschungsinstituts TNS Infratest ein erneutes Rekordwachstum und zwar um 15,6 Prozent. Die Branche realisierte einen Gesamtumsatz von 39,3 Milliarden Euro. Auch der Anteil am gesamten Einzelhandel stieg auf den neuen Spitzenwert von 9,2 Prozent (Vorjahr 8,2 Prozent).

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Ein großen Anteil am Erfolg trägt das Online-Geschäft, welches über 70 Prozent des Branchenumsatzes generiert: Allein von 2011 zu 2012 wurde im E-Commerce-Bereich eine Umsatzsteigerung um 5,9 Milliarden Euro auf 27,6 Milliarden Euro realisiert. Das entspricht einem prozentualen Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 27,2 Prozent. Damit wurde erstmalig die 27-Milliarden Euro-Grenze beim Umsatz mit Waren überschritten. Bei den Bestellmedien dominiert das Internet. Lag 2011 der Umsatzanteil hier noch bei 63,8 Prozent, sind es 2012 bereits 70,2 Prozent.

Frauen bleiben der größte Umsatzträger für den Multichannel Online- und Versandhandel: Obwohl die Kundenstruktur beim Kauf im Interaktiven Handel zwischen Frauen und Männern nahezu ausgeglichen ist, repräsentieren Frauen bei der Kundenbetrachtung mit einem Umsatzanteil von über 55 Prozent das starke Versandhandels-Geschlecht. Sie stehen für einen Jahresumsatz von 21,7 Milliarden Euro. Männliche Kunden bringen es auf 17,6 Milliarden Euro. Die Damen generieren zudem die meisten Umsätze durch eindeutig größere Warenkörbe als die Herren.

Vor allem Versender mit Multichannel-Strategie stünden laut der Studie bei der weiblichen Klientel hoch im Kurs. Kundinnen sorgen bei diesen Versendern für 14,76 Milliarden Euro Umsätze, der männliche Anteil schafft es hier lediglich auf 7,15 Milliarden Euro. Im Gegensatz dazu sind die Internet-Pure-Player mehrheitlich in Männerhand, die hier einen Umsatz von 6,6 Milliarden Euro erzeugen.

Im Jahr 2012 gab es drei Gewinner, die ihre Gesamtumsätze deutlich steigerten. Auf Platz eins rangieren die Internet-Pure-Player. Sie legten 2012 gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent zu, gefolgt von Stationärhändlern, die zusätzlich im Netz oder per Katalog aktiv sind. Diese verzeichneten ein Wachstum von 22 Prozent. Auch die Teleshopping-Versender konnten ihr Geschäft um 7 Prozentpunkte ausbauen.

Bei den reinen Online-Umsätzen gab es drei eindeutige Gewinner. Besonders hervorzuheben sind auch hier die Teleshopping-Versender, die gegenüber dem Vorjahr um 57 Prozent zugelegt haben. Es folgen die Internet-Pure-Player, die ein Umsatzwachstum von 42 Prozentpunkten verzeichnet haben. Auch die Stationärhändler konnten ihr Online-Geschäft um 35 Prozentpunkte steigern.

Der größte Umsatzbringer im Interaktiven Handel war im Jahr 2012 die Warengruppe Bekleidung. Deren Umsatzvolumen lag bei insgesamt 10,78 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 11 Prozent zum Vorjahr. Platz zwei belegt die Kategorie Unterhaltungselektronik / Elektronikartikel, in der 4,08 Milliarden Euro umgesetzt wurden: ein Plus von 25 Prozent gegenüber 2011. An dritter Stelle rangieren Bücher mit 2,59 Milliarden Euro Umsatz. Dies entspricht einem Wachstum von erfreulichen 10 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Jahr.

Im Onlinegeschäft 2012 wurden nicht nur Waren im Wert von 27,6 Milliarden Euro geordert, sondern auch digitale Güter wie Flugtickets, Pauschalreisen, Tickets für Veranstaltungen oder Fahrkarten im Wert von 9,7 Milliarden Euro gekauft. Für 2012 ergab sich damit eine Umsatzsteigerung von rund 21 Prozent bei den digitalen Gütern. Betrachtet man die gesamten Ausgaben der Kunden im Internet 2012, kommt man auf die beachtliche Zahl von 37,3 Milliarden Euro. Das ist ein Gesamtanstieg für Online-Waren und digitale Güter von rund 25 Prozent zum Jahr 2011.

Auch im Jahr 2012 war der Kauf auf Rechnung die beliebteste Zahlweise der Kunden im Interaktiven Handel. Der Anteil lag bei 37 Prozent. Dennoch wurde ein leichter Abfall gegenüber dem Vorjahr registriert. Im Jahr 2011 kaufte noch ein Anteil von 42 Prozent der Kunden über diesen Bezahlkanal.
Hingegen legten die digitalen Bezahlwege 2012 ordentlich zu und haben damit den Trend aus den letzten Jahren bestätigt. Mittlerweile erfolgen 17 Prozent aller Bezahlungen über diesen Kanal. Das entspricht einer Steigerung von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zukunftsperspektive: Der Erfolg des vergangenen Jahres wird sich auch im Jahr 2013 fortsetzen. Aktuell schätzt der bvh das Umsatzwachstum auf 10,6 Prozent beim gesamten Interaktiven Handel. Das entspricht einer Summe von 43,5 Milliarden Euro. Das E-Commerce-Volumen wird 2013 voraussichtlich um 21,3 Prozent wachsen. Das entspricht einer Umsatzzahl von 33,5 Milliarden Euro im reinen Online-Handel.

www.bvh.info

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