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GSMA und A.T. Kearney Studie: Wert der Mobilfunkindustrie im Jahr 2017

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Derzeit nutzen weltweit nahezu 3,2 Milliarden Menschen - etwa die Hälfte der Weltbevölkerung – Mobilfunk und es werden immer mehr: Die Mobilfunkindustrie trägt bis 2017 über zehn Billionen US-Dollar zum globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und beschäftigt über zehn Millionen Mitarbeiter weltweit. Mit Investitionen bis 2017 von 1,1 Billionen US-Dollar und einem Beitrag von 2,6 Billionen US-Dollar zu öffentlichen Haushalten hat die Industrie laut der aktuellen Studie "The Mobile Economy 2013" von GSMA und A.T. Kearney einen substantiellen Wertbeitrag.

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Kritisch bewerten die Analysten die Situation in Europa:  Demnach gelinge es dort aktuell nicht, Rahmenbedingungen für wirtschaftlich nachhaltige Investitionen und Wachstum in der Telekommunikationsindustrie zu schaffen. Grund: In den Jahren zwischen 2008 und 2012 ist der Mobilfunkumsatz in Europa, getrieben durch die Regulierung der Terminierungsentgelte, um 32 Milliarden US-Dollar auf 216 Milliarden US-Dollar geschrumpft.

Die Mobilfunkindustrie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weltwirtschaft. Insgesamt trägt das gesamte Mobilfunk-Ökosystem heute mit 1,6 Billionen US-Dollar Umsatz etwa 2,2 Prozent zum globalen BIP bei. Bis 2017 steigt diese Zahl auf knapp zwei Billionen US-Dollar pro Jahr. In der Zeit bis 2017 wird die Mobilfunkindustrie 1,1 Billionen US-Dollar investieren und 2,6 Billionen US-Dollar über Lizenzgebühren sowie direkte und indirekte Steuern zu den öffentlichen Haushalten beisteuern. Darüber hinaus werden bis 2017 weltweit nahezu zehn Millionen Menschen bei Unternehmen im Mobilfunkumfeld beschäftigt sein.
"Der volkswirtschaftliche Beitrag der Mobilfunkindustrie reicht weit über den schon allein eindrucksvollen Umsatz von 1,6 Billionen US-Dollar hinaus. Er umfasst die Steigerung des persönlichen Wohlbefindens und Wohlstandes, der Unternehmensproduktivität und den Beitrag zu öffentlichen Haushalten", sagt Mark Page, Leiter der globalen Communications, Media & Technology Practice von A.T. Kearney und Mitautor der Studie. "Während der weltweite Markt mit der Verbreitung von Smartphones, 4G-Netzen und innovativen Applikationen weiter wächst, ist es für die Mobilfunkanbieter nicht selbstverständlich, ihren Anteil an dem damit verbundenen Umsatzwachstum zu behaupten. Industrieübergreifende Initiativen, die in dieser Studie beschrieben werden, sind essenziell für die Anbieter, um sich eine zentrale Position in der Mobilfunk-Wertschöpfungskette zu sichern."

Insgesamt gab es Ende 2012 6,8 Milliarden Mobilfunkverbindungen weltweit. Bis Ende 2017 wird diese Zahl auf 9,7 Milliarden steigen, ein Wachstum von 7,6 Prozent pro Jahr. Mobile Breitbandverbindungen zeichneten 2012 für 1,6 Milliarden Verbindungen verantwortlich. Bis 2017 werden es 5,1 Milliarden Verbindungen sein, davon 920 Millionen über LTE. Das dynamische Wachstum mobiler Breitbandverbindungen von 26 Prozent pro Jahr bis 2017 sorgt förmlich für eine Explosion des Datenverkehrsaufkommens. Wurden in 2012 noch insgesamt 0,9 Exabyte pro Monat an Daten über Mobilfunknetze weltweit übertragen, wird diese Zahl bis 2017 um 66 Prozent pro Jahr auf 11,2 Exabyte pro Monat ansteigen. Das enorme Wachstum des mobilen Datenverkehrs wird sehr gut dadurch veranschaulicht, dass der Datenverkehr 2012 alleine so hoch war, wie in allen vorangegangen Jahren zusammengenommen.

Aufgrund der wachsenden Penetration mobiler Breitbandverbindungen und dem dramatischen Wachstum des Datenverkehrs hängt die Zukunft der Mobilfunkindustrie von der zeitnahen und wirtschaftlich sinnvollen Verfügbarkeit von ausreichend Mobilfunkfrequenzen ab. Eine weitere Voraussetzung ist ein transparentes und planbares regulatorisches Umfeld, vor allem in Bezug auf die Lizensierung von Mobilfunkfrequenzen, den Wettbewerb, die Besteuerung und das geistige Eigentum. Schließlich ist es erforderlich, dass sich die Wettbewerbsbehörden bei allem Schutz gegen Missbrauch von übermäßiger Marktmacht der Idee einer grundsätzlichen Marktkonsolidierung öffnen, um den neuen ökonomischen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen.

Foto: Bildagentur frontalvision.com

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