Kein Aprilscherz: Sparda Bank West erhöht massiv die Gebühren

R   (30 Januar 2020)  |  Updated
Kein Aprilscherz: Sparda Bank West erhöht Gebühren ohne Kunden zu informieren

Keine Frage über die Sparda Bank West gab es aus Kundensicht bislang nicht viel zu meckern. Das Geld ging aufs Konto und konnte ohne Probleme abgehoben oder verbucht werden und das ohne jegliche Gebühren. Den Wechsel von der Gebühren fressenden Sparkasse, die bei jedem Mucks die Hand aufhielt hat man bislang kaum bereut. Einziges Manko: Die Kommunikation der Sparda Bank West wenn es um das Thema Gebühren geht, die es nun zwischenzeitlich unter verschiedenen Labeln gab ist als mangelhaft zu bezeichnen. Das widerspricht leider dem Slogan der Bank „Wir haben was gegen versteckte Kosten“.

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Konnte man da bisher drüber weg sehen, da es meist um Kleinstbeträge ging wird es nun aber Ernst und ein Wechsel zu einer anderen Bank ist zu überdenken. Das erste Mal in Berührung mit der fehlenden Kommunikation kam der Autor vor einigen Jahren, als die Bank kurzzeitig Gebühren dafür verlangte, wenn man bei seinem kostenlosen Online-Konto nicht regelmäßig seine Kontoauszüge las bzw. herunterlud. Dann wurden schon einmal ein paar Euros fällig. Informiert über diese eigenartige Strafgebühr wurde der Kunde aber nicht. Nach Rückfrage warum das so sei antwortete die Bank, dass es dazu eine Bekanntmachung (Artikel) in der Kundenzeitschrift gegeben hätte. Diese Kundenzeitschrift ist aber ein reines Werbeblättchen und die Zeit zum aufblättern meist nicht wert und landet meist direkt im Papierkorb.

Die Gebühr wurde dann auch bald eingestellt bis zum Jahr 2018, als die Bank Kosten für die Bankkarte in Form von zehn Euro pro Jahr (also eigentlich eine Kontoführungsgebühr) einführte. Dies wurde dann das muss man der Sparda Bank zu Gute halten, dann an die Kunden kommunikativ in Briefform übermittelt. Pluspunkt zu diesem Zeitpunkt und die Gebühr von zehn Euro im Jahr ist natürlich in der Niedrigszinspolitik kein Problem.

Ein Problem ist aber die nicht kommunizierte Erhöhung der Jahresgebühr auf zwölf Euro in 2019 und vor allem die auf nun 20 Euro ab dem 1. April 2020. Dazu soll es nur noch das Online-Konto kostenlos geben, das als „Sparda GiroFlex“ bezeichnete Konto soll mit sechs Euro statt wie bisher mit 2,50 Euro pro Monat zu Buche schlagen. Damit liegt die Bank weit über den deutschen Durchschnitt. Auch sollen sich am ersten April (kein Scherz) die Kosten für die Bankkarte um satte 60 Prozent auf 20 Euro pro Jahr erhöhen.

Ja klar es muss nicht alles umsonst sein. Der Trend zu Gebühren nimmt zu. Qualität und guter Service sollen natürlich auch entlohnt werden. Aber das die Kunden von der Erhöhung aus der Presse erfahren müssen geht gar nicht liebe Sparda Bank. Klar auf der Webseite wenn man ein wenig scrollt findet man die Informationen zu der Gebühreneinführung, dann muss man sich aber noch tiefer durch die Webseite navigieren, um bei den Kosten zu landen (wir haben den Link unten hinter den Button "Webseite des Anbieters" für Sie gelegt). Aber beim Online-Banking scrollt man nicht sondern klickt direkt auf den Button „Online Banking“. Und Kunden mit dem Flex Konto sind außerdem nicht regelmäßiger Besucher der Webseite. Eine Mail hätte gereicht, eine Mitteilung im Postfach oder halt ein Brief der nicht als Werbung gekennzeichnet direkt in der Tonne landet. Hier hat die Bank kommunikativ leider einiges versäumt. Schade!

Da sich die Preisspirale bei der Sparda Bank scheinbar erst angefangen hat zu drehen, ist es Zeit Abschied zu nehmen. Direktbanken wie DKB und ING ohne eigenes Filialnetz bieten auch guten Service, ebenso wie Fintechs wie beispielsweise N26.

Der Kunde hat die Wahl, der Autor und Familie sowie Freunde haben sich entschieden. Ciao Sparda Bank West!

Update 31.01.2020: Inzwischen berichten mehrere Leser, dass Sie nun von der Sparda Bank auch per Briefpost über die neuen Gebühren informiert wurden.

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