Telegram gibt Nutzerdaten nach Urheberrechtsverletzungen weiter

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Telegram muss Nutzerdaten nach Urheberrechtsverletzungen weiter

Laut dem Tech Magazin "Techcrunch" hat der Social Messaging Dienst Telegram in Indien bestimmte Daten von Nutzern, die bestimmte Kanäle betrieben aufgrund von Urheberrechtsverletzungen offengelegt. Dies geschah aufgrund einer gerichtlichen Anordnung in Indien und zeigt einmal mehr wie schnell die Daten, die die Instant-Messaging-Plattform über ihre Nutzer speichert, an Behörden herausgegeben werden können.

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Telegram ist ein kostenloser Instant-Messaging-Dienst, der in Russland gegründet wurde mit aktuellem Sitz in Dubai und mit dem Benutzer Textnachrichten, Sprachnachrichten, Fotos, Videos und Dokumente austauschen sowie Sprach- und Videotelefonie zu anderen Telegram-Nutzern durchführen können. Indien ist einer der größten Märkte für Telegram, das auf dem südasiatischen Markt fast 150 Millionen Nutzer hat. Laut Techcrunch waren die App-Betreiber gezwungen, die Daten weiterzugeben, nachdem eine Lehrerin das Unternehmen verklagt hatte, weil es nicht genug unternommen hatte, um die unerlaubte Verbreitung ihres Unterrichtsmaterials auf der Plattform zu verhindern. Demnach wurde über mehrere Telegram-Kanäle ihr Studienmaterial ohne Erlaubnis zu vergünstigten Preisen weiterverkauft.

Ein indisches Gericht hatte demnach Telegram zuvor aufgefordert, sich an das indische Gesetz zu halten und Einzelheiten über die Betreiber solcher Kanäle offenzulegen. Telegram versuchte zu argumentieren, dass die Offenlegung von Nutzerinformationen gegen die Datenschutzrichtlinien und die Gesetze von Singapur verstoßen würde, wo sich die physischen Server des Unternehmens befinden, auf denen die Nutzerdaten gespeichert würden. Das indische Gericht folgte nicht der Argumentation des Dienstes, da die Urheberrechtsinhaber nicht schutzlos sein dürften nur weil die Server außerhalb des Landes platziert würden.

Welche Daten übergeben wurden ist indes laut dem Techmagazin nicht klar. Telegram äußerte sich dazu nicht auch da laut Unternehmen anscheinend "nur sehr wenige oder gar keine Daten über die Nutzer" gespeichert werden.

Foto: Pressefoto Telegram

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