CMG: Deutsche Wirtschaft schlecht vorbereitet
Die Unternehmensberatung CMG sieht deutsche Unternehmen im Internet im
Hintertreffen. Einzelne Ergebnisse der europaweit durchgeführten
Studie lauten: 42 Prozent der befragten Unternehmen erwarten innerhalb
der nächsten 12 Monate keine nennenswerten Umsätze über
das Internet. 61 Prozent der Firmen haben gar keine definierte Internetstrategie.
Nur 17 Prozent der deutschen Unternehmen beschäftigen sich überhaupt
mit Electronic Commerce. Im europäischen Internet-Musterland Großbritannien
sind es bereits 40 Prozent. Selbst Frankreich übertrifft seine „allemannischen"
Nachbarn mit eine Quote von immerhin 25 Prozent. Nur in einer Hinsicht
sind die Deutschen europäische Spitzenreiter: in Puncto Bedenken.
Sorgen machen Spitzenmanagern zu 44 Prozent die Sicherheitsproblematik,
zu gleicher Höhe die Bereitschaft der Kunden, überhaupt online
die Geldbörse zu zücken, und 41 Prozent unken, das Internet
sei gar nicht für den elektronischen Geschäftsverkehr geeignet.
Startknopf für ECIN-Extra gedrückt
Die 24 Kompetenzzentren für elektronischen Geschäftsverkehr
in
Deutschland kooperieren im Rahmen eines Projekts der BMWi-Initiative
EC-Net mit ECIN. Ab sofort finden sich
in den
Online-Angeboten der Kompetenzzentren wöchentlich aktualisierte News
und Features zum Thema Electronic Commerce.
Globale Electronic Commerce Vereinigung
Mehrere hundert Electronic Commerce-Unternehmen haben sich zu einer Initiative
für eine branchen- und länderübergreifende Ordnung für
den elektronischen Geschäftsverkehr zusammengeschlossen. Die GBDe,
Global Business Dialogue on Electronic Commerce, möchte sich mit
Politik und Verbänden an einen Tisch setzen, um für den weltweiten
Geschäftsverkehr auch weltweit einheitliche Bedingungen durchzusetzen.
Konkret will die Initiative die Themen Sicherheit, Werbung, Urheberrechte,
Gerichtsbarkeit, Haftungsfragen, Datenschutz, Infrastruktur und Steuern
und Zölle klären.
Elektronische Flugtickets
IBM plant elektronische Flugtickets, mit denen Airline-Wechsel in Zukunft
einfacher werden sollen. Das Ticket soll das Fliegen mit ganz unterschiedlichen
Airlines ermöglichen, wie es heute nur bei Reisen mit ein und derselben
Fluggesellschaft möglich ist.
Virtuelle Reisebüros erfolgreich
Der Reisemarkt zählt zu den Zugpferden des Electronic Commerce.
Diese Aussage lässt sich auch in Deutschland untermauern: jeder
dritte Besucher von Reise-Websites bucht Flüge, Hotels oder komplette
Reisen online. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des Düsseldorfer
Internet-Magazins FirstSurf.
Otto will Umsätze verdreifachen
Der Otto Versand will seine Umsätze über Internet und CD-Rom-Kataloge
im Jahr 2000 auf 100 Millionen Mark verdreifachen. Über die Internet-Mall
Shopping24 erzielte das Versandhaus im Geschäftsjahr 1998/99
einen Anteil von einem Prozent am gesamten Umsatz. Außerdem kündigt
der Konzern einen Internet-Lebensmitteldienst für die Mitte des nächsten
Jahres an. Dazu will sich Otto mit einem starken Partner verbünden.
Wer das ist, wird noch nicht verraten.
Neue ADSL-Entwicklung
Hochgeschwindigkeits-Internetzugang, digitales Fernsehen und normales
Telefonieren über das gute alte Telefon-Kupferkabel, das alles soll
ein DSL System von MPhase Technologies
schaffen. Die Firma startete nun mit einigen Partnern erste Feldversuche.
Das System basiert auf der Rate Adaptive Digital Subscriber Line (RADSL)
und ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten im Downloadbereich
von 6 Megabit und im Uploadbereich von 1 Megabit. Damit können maximal
400 digitale TV-Kanäle übertragen werden.
Online-Kunden bemängeln Datenschutz
Mangelnden Datenschutz sehen die Teilnehmer einer Umfrage der NFO
Interactive als Haupthinderungsgrund für Einkäufe im Internet.
Das gaben 69,4 Prozent an, die noch nicht im Internet eingekauft haben.
Auf Platz Zwei der Wunschliste stehen bessere Sonderangebote. Schließlich
wünscht sich ein knappes Drittel die Möglichkeit, Waren bei
Reklamation oder nicht Gefallen in normale Straßengeschäfte
zurückbringen zu können. Die Studie kommt daher zu dem Schluß,
dass Online-Händler auch Offline-Strategien einsetzen sollten.
Außerdem empfiehlt der Report eine Intensivierung des Kundendienstes
durch Internet Telefonie, Chat oder eine direktes Verkaufsgespräch.
Beteiligungskapital
Der Markt für Venture Capital ist in den USA noch ungleich stärker
als in Europa. Das zeigt eine Studie der National Venture Capital Association
(NVCA), die in der New York Times
veröffentlicht wurde. Demnach kam in den Vereinigten Staaten im letzten
Jahr Venture Capital in Höhe von 85 Milliarden US$ zustande. In Europa
waren es in derselben Zeit nur 30 Milliarden US$. In den USA flossen 3,9
Milliarden in die Internetwirtschaft und davon alleine 1,68 Milliarden
in Electronic Commerce-Websites.
ZDF und ARD geben Studie zu Internetnutzung heraus
17,7 Prozent der Deutschen sind online. Das geht aus einer Studie
von ARD und ZDF hervor. In absoluten Zahlen haben genau 11,2 Millionen
Bundesbürger ab 14 Jahren im zweiten Quartal das Internet genutzt.
Diese Zahl soll laut Bericht auf 20 Millionen oder 32 Prozent im Jahr
2001 ansteigen. Signifikant ist der hohe Anteil, der von zu Hause auf
das Internet zugreift.
AOL verliert Klage
AOL ist mit einer Zivilklage gegen AT&T
gescheitert. Der Hintergrund: Der weltgrößte Online-Dienst
reklamiert Begriffe und Wortfolgen im Zusammenhang mit seinem Email Client
System Instant Messenger für sich. In der Klage wollte AOL AT&T
den Gebrauch des Satzes „You have Mail", den Begriff „Buddy
List" und die Abkürzung „IM" verbieten lassen. Dem
Versuch machte nun ein amerikanisches Gericht ein jähes Ende. Der
Richter setzte sogar noch eins drauf, indem er den Warenzeicheneintrag
für „Buddy List" annulierte. Jetzt können auch andere
Beklagte aufatmen, die AOL gerade wegen „Buddy List" vor den
Kadi zog.
Webportal für den Officebereich
Eine persönliche Startseite im Internet, die ganz auf die Bedürfnisse
jedes Arbeitnehmers zugeschnitten ist, liefert McOffice.
Der Betreiber dieser Site, die market-e GmbH in Dortmund, ist mit dem
Anspruch angetreten, eine Auskunftsumgebung zu schaffen, die man für
die tägliche Arbeit im Büro benötigt.
Ein Drittel kauft regelmäßig online
Ein knappes Drittel (31 Prozent) der US-amerikanischen Online-Nutzer
bestellen regelmäßig im Internet. Das ergab eine Studie der
CDB Research. Verkaufsschlager Nummer Eins sind nach wie vor Bücher,
gefolgt von CDs. Interessant ist: Frauen greifen tiefer in die virtuelle
Geldbörse. 47 Prozent der Online-Käuferinnen gaben im vergangenen
Monat mehr als 100 US$ aus. Bei den Männern waren es nur 23 Prozent.
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