Großer Nachholbedarf – Europäische Unternehmen müssen ihre Digitalisierungsinitiativen nachbessern

FF   (17 März 2021)  |  Updated

Ein Jahr nach Pandemiebeginn haben Unternehmen einen großen Wandel durchlaufen, um so ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken, ihre Agilität zu erhöhen und ihre Effizienz zu steigern. Das ist ein zentrales Ergebnis des Global Managed Services Report 2021, den NTT Ltd., ein weltweit führender Technologie-Dienstleister, heute veröffentlicht hat. Demnach sagen 87% der europäischen Geschäfts- und IT-Führungskräfte, dass Covid-19 zu signifikanten Veränderungen in ihren Betriebsprozessen geführt hat. 

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In der Studie führen über 92% der weltweiten Technologieverantwortlichen an, dass ihre komplette Technologiestrategie entweder vollständig (50%) oder teilweise (43%) auf die neuen Anforderungen der Geschäftsstrategie des Unternehmens abgestimmt ist. Das zeigt gleichzeitig, dass IT-Teams stärker denn je auf die Anforderungen des Unternehmens eingehen müssen. Ebenso hat die Pandemie die Business-Stakeholder dazu veranlasst, bereits vorhandene IT-Services und -Lösungen, etwa die Möglichkeit zum Remote-Arbeiten, einem größeren Kreis von Mitarbeitern zugänglich zu machen. 

Doch trotz der größeren Übereinstimmung in punkto Strategie gibt es immer noch eine Diskrepanz bei den Prioritäten. Weltweit sind 70% der Business-Teams der Meinung, dass eine Technologiestrategie, die die Effizienz des Unternehmens steigert, von entscheidender Bedeutung ist. Dem stimmen nur 48% der IT-Teams zu. Außerdem halten 70% der Business-Teams weltweit Geschwindigkeit und Agilität für eine Schlüsselkomponente innerhalb der Technologiestrategie, im Gegensatz zu lediglich 53% der IT-Teams. 

Innovativ, risikobereit und widerstandsfähig 

Bei dem Versuch von Unternehmen, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken, zeigt die Studie von NTT erhebliche Unterschiede in der Herangehensweise. Während einige die Kostenoptimierung als einen Weg für mehr Widerstandsfähigkeit sehen, zeigen sich andere „risikobereiter“: Für sie ist die Pandemie eine Chance, neue Marktpotenziale zu erschließen. Um dies zu erreichen, richten 34% der Befragten ihren Technologiefokus global aus. 

Interessanterweise steigt diese Zahl auf 42%, wenn ein Unternehmen derzeit mindestens drei Viertel seiner IT von einem externen Anbieter verwalten lässt. Bei Unternehmen, die nur einen geringen oder gar keinen Teil ihrer IT ausgelagert haben, sind dagegen lediglich 26% bereit, ihre Ausrichtung zu ändern. 

Gegenwärtige Bedürfnisse, zukünftige Lieferung 

Die Studie zeigt auch, dass die Offenheit gegenüber neuen Technologien und die Fähigkeit, Innovationen zu automatisieren und schnell zu implementieren, Schlüsselstrategien für den zukünftigen Geschäftserfolg sind. So sind in Europa 88% der Geschäftsführer und IT-Leiter der Meinung, dass neue Technologien entscheidend sind, allerdings glaubt weniger als ein Drittel (30%), dass diese ihnen auch zur Verfügung stehen, um die unmittelbaren Ziele des Unternehmens zu erreichen. 

Diese Tatsache verdeutlicht ein Dilemma, vor dem viele Unternehmen stehen: Einerseits die Notwendigkeit, die gegenwärtigen Bedürfnisse auszubalancieren, und andererseits die Notwendigkeit, in Technologien und Prozessmodernisierung zu investieren, um von den Möglichkeiten der Skalierung und Weiterentwicklung zu profitieren.

Da eine schnelle Markteinführung immer stärker zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal im globalen Wettbewerb wird, ist die Optimierung der Digitalen Transformation von großer Bedeutung. Unternehmen, die hier „risikobereit“ sind, können ihre digitalen Transformationsbemühungen mit 50% höherer Wahrscheinlichkeit verbessern. Die Studie zeigt auch, dass diese Unternehmen bei mehr als der Hälfte ihres IT-Supports mit einem Managed Service Provider zusammenarbeiten. 

Durch eine DevOps-Kultur und Plattformautomatisierung reduziert sich der Druck auf die IT-Abteilung bei der Infrastrukturverwaltung. Indem sich die IT-Mitarbeiter auf Innovationen konzentrieren können, ist auch eine Optimierung der Digitalen Transformation möglich. Gleichzeitig führen moderne Lösungen zu einer niedrigeren Mean Time to Repair (MTTR) sowie Kostenoptimierungen und ermöglichen kontinuierliche Verbesserungen im gesamten Unternehmen.

„Covid-19 hat Unternehmen weltweit vor enorme Herausforderungen gestellt und eine Neuausrichtung des Unternehmens und der IT gleichermaßen notwendig gemacht. Agilität, Innovationsfreude und intelligente Technologien sind in den Mittelpunkt gerückt, um auch künftig im Markt bestehen zu können“, erklärt Kai Grunwitz, Geschäftsführer der NTT Ltd. in Deutschland. „Das stellt gerade IT-Abteilungen, die bereits durch Legacy-Infrastrukturen, Budgetbeschränkungen und mangelnde Ressourcen unter hohem Druck stehen, vor eine fast unlösbare Aufgabe. Unternehmen müssen sich aber dem Thema Resilienz und damit der Digitalen Transformation auf eine neue und innovative Art und Weise nähern – vertrauenswürdige Technologiepartner können ihnen dabei helfen.“

Die NTT Group ist aktuell zum besten Managed Service Provider Deutschlands (Anbieter mit einem Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro) gewählt worden. Für den Preis werden Unternehmen befragt, wie zufrieden sie mit den Leistungen ihres Dienstleisters sind.  

Methodik

Der Bericht basiert auf einer Online-Umfrage von 1.350 Unternehmen in 21 Ländern – davon 330 in Europa –, die von Jigsaw Research im Auftrag von NTT durchgeführt wurde. Befragt wurden im Zeitraum von Oktober und November 2020 Geschäfts- und IT-Entscheidungsträger aus 15 Branchen.

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