Google AI Overview: Diese Inhalte tauchen auf

Eine Untersuchung der SALT.agency zeigt, dass Google AI Mode Inhalte für Zitate unabhängig von ihrer Position auf einer Webseite auswählt. Es gibt keinen besonderen Vorteil für Text, der sofort nach dem Seitenaufruf sichtbar ist. Die Struktur und die Art der Überschriften spielen jedoch eine Rolle bei der Auswahl durch die KI. Der Seitenaufbau beeinflusst lediglich, wie tief der zitierte Text im Layout liegt, nicht aber die Chance zur Zitation. Für dich heißt das: Gut strukturierte Inhalte sind entscheidender als ihr Platz „above the fold“.

Google AI Mode und die Auswahl von Zitaten auf Webseiten

SEO KI Gemini OpenAI LLMS

Untersuchung: Kein Vorteil für oben platzierten Content

Die SALT.agency, spezialisiert auf technische SEO und Content, hat mehr als 2.300 URLs analysiert, die von Google AI Mode bei hochwertigen Suchanfragen zitiert wurden. Das Ergebnis: Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Position des Textes und der Auswahl durch die KI. Inhalte, die erst weit unten auf der Seite erscheinen, werden genauso oft gewählt wie solche am Anfang.

Pixel-Tiefe: Vielfältige Werte je nach Branche

Untersucht wurde die vertikale Pixelposition jeder zitierten Textstelle. In der Reisebranche lag der Durchschnitt bei rund 2.400 Pixeln, im SaaS-Bereich sogar bei etwa 4.600 Pixeln. Nicht selten wurden Textpassagen zitiert, die weit unter dem zunächst sichtbaren Bereich – also „below the fold“ – liegen.

Seitenlayout beeinflusst Tiefe, nicht Sichtbarkeit

Der Seitentyp entscheidet, wie tief der Text liegt: Große Hero-Bilder oder erzählende Layouts drücken den Haupttext weiter nach unten. Einfache Blog- und FAQ-Strukturen sorgen hingegen für höhere Zitate. Einen generellen Vorteil bestimmter Layouts in Bezug auf KI-Zitat-Sichtbarkeit konnte SALT.agency jedoch nicht feststellen.

Wichtigkeit von Überschriftenstrukturen

Ein wiederkehrendes Muster: Google AI Mode hebt besonders oft eine Überschrift und den folgenden Satz hervor. Das deutet darauf hin, dass die KI mit bekannten Suchmethoden arbeitet, indem sie Überschriften nutzt, um relevante Abschnitte schneller zu erschließen.

Technologischer Hintergrund: Fragment-Indexierung

Laut SALT.agency setzt Google bei AI Mode auf bereits bekannte Fragment-Indexierung. Das heißt, Seiten werden in Abschnitte zerlegt. Die KI wählt dann das relevanteste Fragment – unabhängig davon, wo es sich auf der Seite befindet.

Fazit der Studie und Auswirkungen für Website-Betreiber

Laut SALT gibt es kein Geheimrezept oder Template, das deine Sichtbarkeit im AI Mode garantiert erhöht. Entscheidend bleibt, dass dein Content gut strukturiert und inhaltlich überzeugend ist. Die Platzierung im sichtbaren Bereich („above the fold“) bietet keinen Vorteil für KI-Zitate.

Details zur Methodik

Insgesamt wurden 2.318 verschiedene URLs aus den Bereichen Reisen, E-Commerce und SaaS ausgewertet. Die Forscher nutzten ein Browser-Tool mit einem 1920×1080 Pixel großen Display, um exakt die vertikale Position der zitierten Inhalte zu bestimmen und dabei das Layout jeder Seite zu dokumentieren – inklusive großer Einstiegsbilder, FAQs, Akkordeons und Inhaltsverzeichnissen.

Dieser Artikel erschien am .
Veranstaltungstipp! KI Experte Karsten Höft und Betreiber von ECIN lädt Sie zum kostenlosen Event "KI im Fokus" ein

Die Welt der künstlichen Intelligenz entwickelt sich rasant. Um stets auf dem Laufenden zu halten, gibt Karsten Höft Ihnen einen monatlichen Online-Impuls im und beim Digitalzentrum Zukunftskultur. Immer am letzten Donnerstag im Monat (wenn ein Feiertag ist, auch mal am Tag davor) präsentiert er Ihnen in der kostenlosen Veranstaltung „KI im Fokus: Up to date in 30 Minuten“ interessante Entwicklungen und Neuigkeiten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz des letzten Monats und das kurz und knapp in einer halben Stunde.

Der nächste Termin von KI im Fokus ist am 26. März 2026 von 12 Uhr bis 12:30 Uhr. Melden Sie noch heute an. Die Teilnahme ist kostenlos:
Nach oben scrollen