Die Art, wie Menschen Marken finden und bewerten, wird durch KI-gestützte Suchsysteme grundlegend verändert. Nutzer wenden sich vermehrt an Chatbots und KI-Suchfunktionen, anstatt auf herkömmliche Suchergebnisseiten zu klicken. Für Unternehmen bedeutet das, dass klassische SEO-Maßnahmen allein nicht mehr ausreichen. Damit deine Marke weiterhin sichtbar bleibt, muss sie konsequent in unterschiedlichen digitalen Kanälen präsent sein. Hier rückt das bewährte PESO-Modell stärker denn je in den Fokus.
Zusammenfassung
- KI-Suchsysteme zeigen Inhalte auf Basis von Vertrauenssignalen aus Paid, Earned, Shared und Owned Media an.
- Earned Media liefert laut Studien die meisten KI-Zitate, doch alle vier PESO-Bereiche sind wichtig.
- Stimmige, aktuelle und gut strukturierte Inhalte erhöhen die Chance, von KI-Systemen berücksichtigt zu werden.
Wie das PESO-Modell die KI-Sichtbarkeit deiner Marke beeinflusst
Generative Suchsysteme wie Google AI Overviews, ChatGPT, Claude oder spezialisierte Plattformen liefern Nutzern keine klassischen Suchergebnisse, sondern fassen Erkenntnisse verschiedenster Quellen zusammen. Für dich heißt das: Um in diesen KI-Ergebnissen präsent zu sein, muss deine Marke an unterschiedlichen Stellen im digitalen Raum regelmäßig genannt werden. Dazu zählt alles von News und Fachmedien über Social Media bis hin zu eigenen Webseiten und Dokumentationen.
Die Rolle der verschiedenen PESO-Bereiche
Paid Media
Bezahlt geschaltete Medienanzeigen tauchen nur selten direkt in KI-Antworten auf. Trotzdem können sie indirekt viel bewirken: Zielen Werbekampagnen darauf ab, optimierte und gut strukturierte Inhalte zu fördern, wird die Autorität deiner Marke gestärkt. Gesponserte Fachbeiträge oder Thought Leadership stärken ebenfalls das Vertrauen, das KI-Systeme erfassen können.
Earned Media
Der Großteil der KI-Zitate stammt laut MuckRack aus Earned Media – also aus Berichten unabhängiger Medien und Beiträgen von Dritten. Auch wenn die Zahl der Medienechos insgesamt rückläufig ist, nimmt die Reichweite für Marken zu, so der PAN Brand Experience Report 2025. KI achtet dabei mehr auf Kontextqualität als bloße Masse. Inhalte aus anerkannten Fachquellen oder branchenspezifischen Publikationen wirken dabei genauso stark wie Beiträge führender nationaler Medien. Studien und Fachanalysen zählen mittlerweile zur Kategorie Earned Media und werden besonders häufig von KI ausgewertet. Im Vergleich tragen Social-Media- oder Community-Plattformen nur mit einem geringen Anteil zu den Zitationen bei.
Shared Media
Austausch und Engagement auf Plattformen wie LinkedIn, Reddit oder Slack werden selten direkt zitiert. Dennoch üben Trends, Diskussionen und geteilte Inhalte entscheidenden Einfluss auf das KI-Training und die Themenrelevanz deiner Marke aus.
Owned Media
Dein eigener Webauftritt ist eine Schlüsselquelle für tiefgehende Inhalte. Voraussetzung ist, dass Texte klar strukturiert, mit Schema-Markup versehen und für KI-Systeme zugänglich sind. Insbesondere gut aufbereitete Antworten zu häufigen Fragen werden von KI bevorzugt in Zusammenfassungen aufgenommen.
PESO gezielt für KI-Sichtbarkeit nutzen
Kenntnisse der Nutzerfragen ausbauen
Starte mit einer Analyse: Welche Fragen stellen entscheidende Zielgruppen aktuell in KI-Systemen wie ChatGPT oder Gemini? Nutze diese Einblicke, um deine PESO-Strategie auf relevante Inhalte für Presse, Social Media und Website auszurichten.
Kernbotschaften in allen Kanälen festigen
Verbreite zentrale Botschaften einheitlich über verschiedene PESO-Kanäle. Ein Interview in einem Fachmedium kann etwa für Social Media aufbereitet, im Newsletter aufgegriffen und als Analyse im Blog vertieft werden. Wenn deine Marke in mehreren Quellen regelmäßig glaubwürdig erscheint, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Berücksichtigung durch KI-Systeme deutlich.
- Fachbeitrag in einer Branchenpublikation veröffentlichen
- Anschließendes Podcast-Interview zum Thema organisieren
- Inhalte über LinkedIn und Sponsoring-Newsletter verbreiten
- Detaillierte technische Blogartikel bereitstellen
Mit solch aufeinander abgestimmter Kommunikation erhöht sich die Sichtbarkeit deiner Marke in KI-Suchergebnissen bereits nach kurzer Zeit für relevante Stichworte.
Monitoring der KI-Darstellung und Content-Audit
Überprüfe regelmäßig, wie und wo deine Inhalte von KI-Systemen aufgegriffen werden. Neben neuen Analysewerkzeugen helfen auch manuelle Tests, Trends und Potenziale zu erkennen. Prüfe zudem deine Inhalte auf Vertrauensindikatoren wie belegte Quellen, Erwähnungen durch Autoritäten oder aktuelle Backlinks. Solche Faktoren beeinflussen maßgeblich, ob und wie KI deine Marke darstellt.
PESO als Hebel zur Generativen Marken-Sichtbarkeit
Bisher wurden SEO, Markenstärkung und Leadgenerierung meist unabhängig voneinander gesehen. KI-basierte Suchsysteme setzen jedoch auf Übereinstimmung, Autorität und Wiederholung aus sämtlichen PESO-Kanälen. Die klassische Vorstellung von Sichtbarkeit – als Platzierung auf Seite 1 der Suchergebnisse – wird durch einen neuen Maßstab ersetzt: Entscheidend ist, ob KI deine Marke für relevant und vertrauenswürdig genug hält, sie in Zusammenfassungen einzubauen. PESO dient jetzt als Fahrplan, um Vertrauen und Konsistenz in allen Medienformen zu sichern. Nur, wer alle Bereiche strategisch bespielt, bleibt im KI-Zeitalter sichtbar und formt, wie die eigene Marke in Zukunft wahrgenommen wird.



