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Electronic Commerce in den USA

  • Redaktion ECIN
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Das Internet ist in den USA zu einem bedeutenden Absatzkanal geworden. Es ist nicht mehr eine Frage ob, sondern wann das Internet eine der tragenden Säulen für Verkaufsaktivitäten wird. Bilden Sie sich eine eigene Meinung: Sind die Erfahrungen aus dem amerikanischen Markt auch für Deutschland interessant?

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Die Verbraucher

Sind die Erfahrungen aus dem amerikanischen eCommerce Markt auch für Deutschland interessant?

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Nach Aussagen einer Studie von Ernst & Young ist das Internet in den USA für den Handel von Produkten und Dienstleistungen zu einem bedeutenden Absatzkanal geworden. Es ist nicht mehr eine Frage ob, sondern wann das Internet eine der tragenden Säulen für Verkaufsaktivitäten wird.

Die Bedeutung steigt mit der zunehmenden Verbreitung von PCs und der Online-Nutzung. Im Vergleich zu Deutschland stehen die USA mit einer Durchdringungsrate (Anteil von Internet-Usern an der Gesamtzahl der Bevölkerung) von 13,82 % im Jahr 1996 wesentlich besser da. Bis zum Jahr 2001 sollen über 30 % der Bevölkerung das Internet nutzen.

Auch die prozentuale Anzahl der US-Haushalte, die bereits im Web eingekauft haben, ist mit 7 % beachtlich. E-Commerce Erfahrungen, die in den USA bezüglich des Handels im Internet gesammelt worden sind, sollten aufgrund der viel größeren Anzahl an Internet-Haushalten auch für den deutschen Markt beachtet werden, da für die Entwicklung der Nutzung des Internets Amerika als Vorreiter angesehen werden kann.

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Die Verbraucher

Sind die Erfahrungen aus dem amerikanischen Markt auch für Deutschland interessant?

Aufgrund immer weiter steigender Verbreitung des Internets in den USA hat sich das demographische Profil der Internetnutzer sehr dem der gesamten Bevölkerung der USA angenähert. Deshalb sind die folgenden Ergebnisse der Studie besonders interessant:
Erstaunlich ist, dass gerade bei den Käufen im Internet die ältere Bevölkerungsschicht überwiegt. 68 % der Online-Käufer sind über 40 Jahre alt.

Auch die Verteilung der Geschlechter bei Online-Einkäufen ist sehr prägnant. Über zwei Drittel der Online-Einkäufe werden von Männern getätigt.

Bei Usern die regelmäßig das Internet nutzen ist der Kauf von Produkten über dieses Medium noch eher die Ausnahme. Nur 4 % der Online-Aktivitäten werden hierfür verwendet. Die Höhe der Ausgaben bei Internet-Käufen ist dennoch im Vergleich zur geringen Nutzung sehr beachtlich - nur die Häufigkeit der Einkäufe ist noch gering.

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Die Studie macht deutlich, dass die bloße Betrachtung der Käufe, die über das Internet abgewickelt werden (also Bestellung über das Web), die wahren Auswirkungen der Internetpräsenz nicht widerspiegeln. Die Bestellungen über das Web machen nur einen Bruchteil dessen aus, was in Wirklichkeit durch eine Internetpräsenz hervorgerufen wird. Ein Auftritt im Internet fördert auch den Absatz über die traditionellen Kanäle und zwar mit einem viel höheren Faktor als die Umsätze, die über eine Online-Bestellung generiert werden.

Nach Ernst & Young benutzt die Mehrheit der Verbraucher mit Onlineanschluß das Internet, um sich über Produkte und Einkaufsmöglichkeiten zu informieren. Der Kauf selber erfolgt dann hauptsächlich über herkömmliche Absatzwege. In der Grafik "Bevorzugte Online- Aktivitäten bei Nutzung des Internets" gehört die Suche nach Produktinformationen auch mit zu den häufigsten Webaktivitäten.

Die Einrichtung einer Internetpräsenz ist daher für Unternehmen auch aus dieser Perspektive zu betrachten. Unsere Rubrik Marketing im Internet gibt hier zahlreiche Informationen, wie ein erfolgreicher Webauftritt zu gestalten ist.

Auskunft darüber, welche Produkte im Internet am häufigsten gekauft werden, gibt nachfolgende Grafik.
Interessen bzw. Hobbys der Online-Käufer geben auch noch einen Denkanstoß, welche Webangebote besonders gut angenommen werden könnten.
Die Hauptargumente für den Kauf über das Internet, liegen in der Einsparung von Geld und in der Verfügbarkeit eines größeren Angebotes.

Aus dieser Zusammenfassung wird deutlich, dass eine Internetpräsenz für Händler und Hersteller auch dann eine wertvolle Investition ist, wenn nicht direkt eine gravierende Umsatzerwartung über dieses Medium belegt werden kann.

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Händler und Hersteller von Produkten und Dienstleistungen

Sind die Erfahrungen aus dem amerikanischen Markt auch für Deutschland interessant?

Die Mehrheit der Händler und Hersteller von Produkten und Dienstleistungen sind noch nicht im Internet vertreten und haben auch noch keine Pläne, ihre Produkte über das Internet anzubieten. Vorreiter sind bei den Händlern vor allem die Versandhäuser, die bereits ihr Angebotes ins Internet eingestellt haben.

Gründe hierfür sind vornehmlich die Meinungen, dass die eigene Produktpalette ungeeignet für den Verkauf über das Internet ist und dass keine signifikanten Vorteile aus einer Internetpräsenz gesehen werden.

Die Unternehmen, die im Internet vertreten sind, verfolgen verschiedene Ziele mit ihrem Internetauftritt. Während die Händler als Hauptziele Marktexpansion mit 69% und stärkere Kundenbindung mit 61% angeben, sind die Hauptziele bei den Herstellern von Produkten und Dienstleistungen in der stärkeren Kundenbindung mit 88% und in der Differenzierung vom Wettbewerb mit 69% zu sehen.

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Bei den im Internet bereits agierenden Händlern und Herstellern sind die Erwartungen sehr hoch, innerhalb der ersten Jahre aus dem Internetauftritt Profite zu erwirtschaften. 80% der Händler gaben an, innerhalb der ersten zwei Jahre bereits den Break-Even-Point zu erreichen. Bei den Herstellern sind es immerhin 60%.

Die hier dargestellten Zahlen verdeutlichen, dass noch nicht sehr viele Unternehmen den Weg ins Internet gefunden haben.
Aus den Erkenntnissen, die die Analyse der Aussagen der Verbraucher ergeben hat, wird aber auch ersichtlich, dass das Medium Internet nach Überwindung einer gewissen Hemmschwelle aus dem künftigen Markt nicht mehr wegzudenken ist und die Bedeutung einer Internetpräsenz stetig weiter wachsen wird.

Daher ist es sehr informativ, die künftige Entwicklung im Bereich EC auf Märkten zu betrachten, die weiter entwickelt sind als der heimische Markt. Es gilt deshalb, den Weltmarkt und insbesondere den der USA verstärkt zu beobachten und die Erfahrungen bedarfsgerecht für eigene Zwecke umzusetzen.

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