Start-up-Unternehmer: Wirtschaftliche Krise frühzeitig abwenden

Autor: Ute Logen  veröffentlicht am 20 Oktober 2017  
 
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Start-up-Unternehmer: Wirtschaftliche Krise frühzeitig abwenden

An eine Krise oder gar eine Insolvenz des eigenen Unternehmens denken Gründer in der Regel nicht oder nur ganz am Rande nach. Doch wenn sich die ersten Gewitterwolken am Horizont zeigen, ist Entschlussfreude gefragt: Eine (leistungswirtschaftliche) Sanierungsberatung kann Schlimmeres verhindern.

Start-up-Unternehmer denken in der ersten Phase ihrer unternehmerischen Tätigkeit an vieles – aber nicht an eine Krise. Dieses Wort ist für sie de facto in der Praxis nicht existent und passt überhaupt nicht in ihre geschäftliche Ausrichtung, die auf Wachstum und Erfolg konzentriert ist. Doch selbstverständlich ist auch ein Start-up-Unternehmen mit einer innovativen Idee, einer starken Geschäftsführung und motivierten Mitarbeitern nicht davor gefeit, in eine wirtschaftliche Krise zu gleiten, an deren Ende auch die Insolvenz stehen kann. Und damit in letzter Konsequenz auch der Verlust des Unternehmens durch Verkauf oder Liquidation.

Dies ist natürlich ein Szenario, das es für Unternehmer grundsätzlich zu verhindern gilt. Und deshalb sollten Gesellschafter und Geschäftsführer alle möglichen Verwerfungen immer streng im Auge behalten. Immer wieder erkennt man in der Praxis einen eher laxen Umgang mit betriebswirtschaftlichen Schwierigkeiten unter dem Motto: Die Zeit wird es schon richten! Der Glaube an das eigene Produkt, an die eigene Stärke ist wesentlich höher als die Sorge vor einem wirklich nachhaltigen Problem. Doch dies kann zu erheblichen Gefahren führen, denn wenn das Unternehmen einmal in Schieflage geraten ist, ist es für das Management schwierig, aus eigener Kraft den Turnaround zu schaffen - insbesondere dann, wenn harte Maßnahmen getroffen werden müssen.

Dies kann von der arbeitsrechtlichen Restrukturierung über den Verkauf von Unternehmensteilen – beispielsweise an einen Investor als neuen Gesellschafter – bis hin zur umfassenden leistungswirtschaftlichen Sanierung reichen. Entscheidend ist es, dadurch eine Insolvenz abzuwenden und dem Unternehmen eine neue Richtung zu geben. Im Fokus steht, den Krisenherd zu erkennen: Sind die Kosten des Unternehmens zu hoch? Arbeiten die Abteilungen nicht effizient zusammen? Sind Finanzierungen oder Verträge nachteilig gestaltet? Gibt es ein Produkt/eine Dienstleistung mit hohem Aufwand, aber niedrigem Ertrag? Ist die Geschäftsführung zwar technologisch hoch talentiert, aber kaufmännisch nicht in der Lage, das Unternehmen zu steuern? Oder ist die betriebswirtschaftliche Struktur vielleicht nicht auf das schnelle Wachstum des Unternehmens ausgerichtet und muss daher dringend angepasst werden? Das sind Fragen, die zwingend geklärt werden müssen, um eine Insolvenz abzuwenden und ein Unternehmen neu auszurichten.

Mit diesen Maßnahmen werden die Chancen nachhaltig gesteigert, dass das Unternehmen weiter besteht und eine positive Zukunft hat. Entscheidend ist aber neben der professionellen Beratung und Begleitung durch sanierungserfahrene und insolvenzrechtlich verzierte Experten der richtige Zeitpunkt. Natürlich, nicht jeder temporäre Umsatzrückgang muss zu harten Sanierungseinschnitten führen. Aber wenn ein ursprünglich stabiles Business auf einmal über mehreren Monate hinweg zurückgeht und keine Besserung in Sicht ist, ist eine Entscheidung geboten – und diese sollte darin bestehen, Fachleute einzubinden anstatt eigenes Geld oder Fremdkapital in den Betrieb zu stecken, wenn man nicht weiß, woher die Probleme eigentlich kommen. Das Sterben wird dadurch nur auf die lange Bank geschoben. Und das Privatvermögen schmilzt mehr und mehr zusammen, sodass am Ende der Krise sowohl der Betrieb als auch der Unternehmer völlig ohne Mittel dastehen.

Eine leistungsfähige und individuell ausgerichtete vorinsolvenzrechtliche Sanierung wird alle Probleme eines Unternehmens offen legen und gezielt daran arbeiten, diese zu beseitigen. Gerade auch für jüngere Unternehmen sollte dies kein rotes Tuch sein, sondern sich an den echten betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten orientieren. Dann kann auch ein Start-up gestärkt aus einer Krise hervorgehen und ist gewappnet für alles, was in der Zukunft warten mag.

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Steuerberaterin Ute Logen ist Geschäftsführerin von ADK Consulting GbR mit Sitz in Düsseldorf, der auf Insolvenzdienstleistungen, Sanierung und Restrukturierung spezialisierten Einheit der Wirtschaftsprüfungs-, Steuerberatungs- und Rechtsanwaltsgesellschaft ADKL (Abels Decker Kuhfuß Lenzen & Partner mbB). Das Beratungsunternehmen wird sowohl in Insolvenz- als auch Restrukturierungsverfahren auf Seiten von Insolvenzverwaltern, Beratern und Gläubigern tätig. Ein Schwerpunkt liegt in der ganzheitlichen Beratung steuerlicher Fragestellungen insbesondere mit Bezug zum Insolvenzrecht bis hin zur Prozessführung über alle Instanzen hinweg. Weitere Informationen: www.adk-consulting.de

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