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Ruhestandsplanung für Unternehmer: Die Langlebigkeitsrisiko nicht unterschätzen

  • Markus Brochenberger
Aktualisiert:
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Selbstständige und Unternehmer sind auf eine eigene Altersvorsorge angewiesen. Damit sollten sie eher früher als später beginnen. Sonst kann sie eine gefährliche Versorgungslücke im Alter treffen.

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Selbstentfaltung, Wachstumschancen, Eigenverantwortung: Es gibt viele Gründe, warum Unternehmer ihre Tätigkeit lieben. Doch genauso müssen sie auch mit den Einschränkungen professionell umgehen. Dazu gehört beispielsweise, dass sie keinerlei Bezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten und daher komplett auf die private Altersvorsorge bauen müssen.

Den Bedarf an Kapital kann jeder für sich selbst errechnen. Angenommen, ein Unternehmer möchte im Ruhestand monatlich über 4000 Euro verfügen. Das bedeutet einen jährlichen Kapitalbedarf von rund 50.000 Euro. Gehen wir davon aus, dass dieser Unternehmer 20 Jahre Ruhestand vor sich hat, benötigt er insgesamt eine Million Euro Kapital. Das ist eine gewaltige Summe – insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Unternehmer ja auch bedeutend länger leben. Fünf Jahre mehr bedeuten eben auch zugleich 250.000 Euro mehr Kapitalbedarf, den der Senior-Unternehmer aus eigener Kraft aufbringen muss.

Darauf zu spekulieren, dass dies schon nicht zutreffen wird, kann daneben gehen. Das Langlebigkeitsrisiko ist das Stichwort. Ein heute 65-jähriger Mann wird Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge im Schnitt 82,5 Jahre alt; nach den Sterbetafeln der Deutschen Aktuarsvereinigung e.V. von 2004 beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung bereits fast 90 Jahre.

Das bedeutet: Die Ruhestandsversorgung muss immer auch mit Blick auf ein möglicherweise langes Leben ausgerichtet sein. Dies kann der Unternehmer natürlich mit monatlichen Rücklagen erreichen, zumindest teilweise. Wer 30 Jahre Zeit hat, braucht bei einer durchschnittlichen Verzinsung von drei Prozent monatlich 1800 Euro, um auf den Sockelbetrag von einer Million Euro zu kommen. Wer noch 20 Jahre vor sich hat, muss schon 3200 Euro im Monat in eine dauerhaft rentierliche Vermögensverwaltung einzahlen, will er den Betrag erreichen.

Das sind Summen, die auch bei vielen Unternehmern nicht ohne weiteres zu bewerkstelligen sind. Daher geht es in der unternehmerischen Ruhestandsplanung darum, neben flexiblen, rentierlichen und kostengünstigen Produkten auch Alternativen in der Geldanlage zu finden, die die Altersfinanzierung mittragen können. 

Dabei bieten sich besonders fremdgenutzte Immobilien an. Wer frühzeitig in ein Mehrfamilienhaus investiert, kann dieses über beispielsweise 25 Jahre durch die Mieteinnahmen refinanzieren und bekommt nach der kompletten Tilgung Monat für Monat Ausschüttungen aus den Mieteinnahmen. Abzüglich einer Investitionsrücklage bleibt dann immer noch genügend Geld zur Verfügung, um den gewohnten Lebensstandard zu erhalten. Und die Immobilie selbst hat ja auch einen Wert. 

Eine gut gepflegte Immobilie in einer bürgerlichen Umgebung (einem sogenannten B-Standort) kann durchaus Renditen jenseits der fünf Prozent abwerfen. Will heißen: Ein Achtfamilienhaus mit 600 Quadratmetern Wohnfläche (Musterberechnung!) und einem Nettomietpreis von sechs Euro pro Quadratmeter bringt im Jahr über 43.000 Euro Mieteinnahmen. Abzüglich Steuerlast, Betriebskosten und Rücklagen verbleiben davon immer noch weit mehr als die Hälfte als Nettoausschüttung für den Eigentümer. Rund die Hälfte des monatlichen Kapitalbedarfs im Ruhestand lässt sich dadurch also decken. Und die Kosten der Finanzierung sind eben aus den Einnahmen getragen worden.

Gerade in der aktuellen Phase sehr günstiger Zinsen lässt sich ein Mehrfamilienhaus oder ein Portfolio an Eigentumswohnungen sehr gut finanzieren. Jetzt zuzuschlagen und die niedrigen Zinsen zu nutzen, sichert den Ruhestand und das Langlebigkeitsrisiko finanziell ab.

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