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Durch Empathie eine starke Arbeitgebermarke aufbauen

  • Nico Imér
Updated
Durch Empathie eine starke Arbeitgebermarke aufbauen

Globale Top-Unternehmen wie Apple, Facebook und Google machen es schon lange vor: Sie stellen die Menschen in den Mittelpunkt und punkten damit bei hochqualifizierten Bewerbern und Arbeitnehmern.

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Neben einer überbordenden Regulierung und einem sich international verschärfenden Wettbewerbsdruck klagen Unternehmen vor allem aus den stark wissensbasierten Branchen seit einiger Zeit insbesondere über einen Aspekt: Es fällt ihnen zunehmend schwer, ausreichend fachlich qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu finden und diese dauerhaft zu binden. Während Google im Durchschnitt über 6000 Bewerbungen von erstklassigen Experten auf eine Position bekommt, kämpfen andere Arbeitgeber um viertklassige Kandidaten. Dazu wandern die besten Köpfe auch noch regelmäßig ab.

Das ist aber kein Zufall oder einfach nur Pech des Kleineren. Sondern ein Problem in der generellen Ausrichtung von Unternehmen. Sie sind häufig auf Umsatz- und Gewinnmaximierung fokussiert, aber nicht auf den Erfolgsfaktor Mensch. Dabei ist diese gelebte Ausrichtung auf den Menschen im Mittelpunkt das entscheidende Erfolgskriterium. Das haben die erfolgreichsten Unternehmen schon lange für sich entdeckt und setzen daher im Arbeitgebermarketing auf das empathische Marketing, was letztlich nichts anderes bedeutet als die gelebte Fokussierung auf die Stakeholder eines Unternehmens, wie eben Kunden, Partner und insbesondere auch die Mitarbeiter. 

Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale anderer Person zu erkennen, zu verstehen und daraus ihre Handlungen vorhersagen zu können. Der Effekt für Unternehmen: Sie gewinnen die besten Mitarbeiter und bauen dadurch klare Wettbewerbsvorteile auf, weil sie über eine starke (Arbeitgeber-)Marke verfügen. Gute Marken verbreiten sich schnell, gerade auch bei der Suche nach neuen Mitarbeitern, und die richtigen Mitarbeiter entscheiden über Erfolg und Misserfolg von Unternehmen.

Besondere Bedeutung erhält das empathische Arbeitgebermarketing hinsichtlich aktueller Studien, die belegen, dass 70 Prozent der Mitarbeiter nur Dienst nach Vorschrift machen und 15 Prozent der Mitarbeiter innerlich schon gekündigt haben. Das bedeutet im Umkehrschluss: In deutschen Unternehmen sind also nur 15 Prozent der Mitarbeiter wirklich engagiert dabei. Diese Problematik hängt stark mit der Bindung der Mitarbeiter zu ihrem Unternehmen zusammen. 

Viele Manager sind noch immer der Meinung, dass Geld Mitarbeiter glücklich macht und motivieren kann. Das ist aber ein Trugschluss. Studien haben gezeigt, dass das Level an Motivation dreimal stärker an intrinsische Motive gekoppelt ist als an extrinsische Belohnungen wie Geld. Geld kann laut Studien sogar die intrinsische Motivation mindern. Darüber hinaus ist Geld ein austauschbarer Faktor. Definiert man sich darüber, geht man in einen Gehaltskampf um die besten Mitarbeiter. Das ist nicht nur teuer, sondern auch höchst risikoreich und ineffizient.

Vielmehr suchen qualifizierte Experten eine Mission und wollen sich in einem Unternehmen mit echten Werten identifizieren. Diese wichtigen Orientierungs- und Bindungspunkte müssen Unternehmen strategisch entwickeln und dann erlebbar machen. Dafür müssen die Werte authentisch sein und sowohl ökonomisch zum Unternehmen als auch psychologisch zu den Mitarbeitern passen. 

Gibt man den Mitarbeitern eine gemeinsame Mission, ein echtes und nachvollziehbares „Warum“, sorgt das für eine wesentlich höhere Produktivität und Bindung, mit deutlich messbaren Ergebnissen. Motivation und Bindung sind dabei für jede Unternehmensgröße relevant und sogar für Selbstständige!

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