Neue Ideen sind gefordert: Architektur für die Arbeitswelt der Zukunft

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  (13 Januar 2021)  |  Updated

Veraltete, klassische Arbeitsstrukturen weichen flexiblen Konzepten: New Work beschreibt einen epochalen Umbruch, der die Sinnfrage in den Mittelpunkt stellt und die Arbeitswelt von Grund auf wandelt. Unternehmen, die sich auf die neue Arbeitswelt und die sich verändernden Ansprüche der (jüngeren) Mitarbeiter einstellen wollen, sollten sich daher über die Arbeitsplatzgestaltung eingehende Gedanken machen. 

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Die Zahlen sind erschreckend: Laut einer Studie des Coworking-Anbieters Mindspace, die in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen OnePoll entstand, haben fast 14 Prozent der Befragten schon einmal eine Stelle abgelehnt, weil sie mit der Gestaltung des Büros nicht einverstanden waren. 6,3 Prozent gaben demnach an, deshalb schon einmal eine Stelle gekündigt zu haben. 

Das hat einen einfachen Hintergrund: Da sich die Gesellschaft im Wandel laut der Definition des Portals Gründerszenevon einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft befinde, sehe die Arbeitswelt sich vor dem Hintergrund des neuen Wertewandels zu einer freien Arbeitsweise gezwungen, sich anzupassen. Die veralteten, klassischen Arbeitsstrukturen wandeln sich im Zuge des neuen Zeitalters zu weicheren, flexibleren Vorstellungen, Arbeitsräume und -strukturen werden der Arbeitswelt 4.0 angepasst, um echte Handlungsfreiheit mit Freiräumen für Kreativität und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu ermöglichen. 

Der Kernbegriff ist New Work: Darunter versteht man, dem österreichisch-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann folgend, das Konzept der „Neuen Arbeit“. Diese Bezeichnung ergibt sich aus der heutigen Konsequenz der Globalisierung und Digitalisierung und der Frage, welche Auswirkungen diese Konsequenzen auf die Arbeitswelt haben. Damit beschreibt New Work einen epochalen Umbruch, der die Sinnfrage in den Mittelpunkt stellt und die Arbeitswelt von Grund auf wandelt.

Doch was hat das mit der Arbeitsplatzgestaltung zu tun? Der fundamentale Paradigmenwechsel erfordert eine neue Architektur für die Arbeitswelt der Zukunft. Das bedeutet konkret: Unternehmen, die sich auf die neue Arbeitswelt und die sich verändernden Ansprüche der (jüngeren) Mitarbeiter auf Fach- und Führungsebene einstellen wollen, sollten sich über die Arbeitsplatzgestaltung eingehende Gedanken machen und von der Vorstellung verabschieden, dass die Architektur und Einrichtung der 80er- oder 90er-Jahre noch einen bleibenden Wert darstellt. Sicherlich, hochwertige, handwerklich hergestellte Möblierung kann auch 50 oder mehr Jahre eingesetzt werden. Aber ob sperrige Massivholz-Schränke, dunkle Wandvertäfelungen und schwere Schreibtische inklusive Kabelsalat die Zukunft sind? Wohl eher nicht!

Es ist also ein fundamentaler Wandel im Verständnis der Arbeitsplatzgestaltung und dem Einsatz von Mitarbeitern nötig, um New Work wirklich durchzusetzen. Aber genauso ist eine neue Architektur wichtig, um New Work-Konzepte in Unternehmen zu etablieren. Die Raumkonzeption und das Innendesign müssen sich auf diese neue, flexible und hochkommunikative Arbeitswelt einstellen und dabei die Firmenindividualität repräsentieren, Emotionen und Interesse bei Mitarbeitern und Kunden wecken und eine gelungene Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Kunden ermöglichen. Es werden Räume für Meetings, Rückzug, Konzentration, Teamarbeit und Kommunikation benötigt – und diese Räume müssen entsprechend ihrer Funktion und ästhetisch anspruchsvoll zugleich gestaltet werden. Es ist die Aufgabe des Beraters und Planers, diese anspruchsvollen architektonischen Lösungen herzustellen, und zwar ganzheitlich: von der Planung der Räume über die Herstellung der Möbel und dem Innendesign bis hin zur technischen Umsetzung der gesamten Elektrik und Lichtplanung.

Unternehmen muss es gelingen, Arbeitsplätze, Besprechungsräume, Kommunikationsinseln und Co. nach den neuesten Methoden zu gestalten und einzurichten und damit den Schritt in die digitale, agile Zukunft zu wagen. Das beginnt bei der Planung der Räume, Treffpunkte und Laufwege über die Herstellung der Möbel und dem allgemeinen ästhetischen und funktionalen Innendesign bis hin zur technischen Umsetzung der gesamten Elektrik und Lichtplanung. Das folgt dem Wunsch der Unternehmen, kollaboratives Arbeiten, den schnellen Austausch und die Vernetzung der Mitarbeiter zu fördern.

Das geht natürlich mit der Digitalisierung einher: Unternehmen, die fit sein wollen für die Zukunft, setzen auf mobile Lösungen und digitale Arbeitsplätze zugleich. Das Beratungsunternehmen Crisp Research beispielsweise hat 2017 im Auftrag der Telekom die Studie „Der Arbeitsplatz der Zukunft“ herausgegeben. Sie zeigt unter anderem, dass 63 Prozent der befragten IT-, Strategie- und andere Business-Entscheider aus Unternehmen verschiedener Branchen und Größen konkret daran arbeiten, ihre Arbeitsplatzarchitektur zu vernetzen, kommunikativ und auf Basis von Cloud-Technologien aufzubauen. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen werden das Budget für digitale Arbeitsplätze massiv aufstocken.

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