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Unternehmen können von Künstlicher Intelligenz in vielen Prozessen stark profitieren

  • Jörg Peil
Updated
Unternehmen können von Künstlicher Intelligenz in vielen Prozessen stark profitieren

Die Künstliche Intelligenz ist in Wirtschaft und Industrie ist auf dem Vormarsch. Dafür brauchen Unternehmen eine professionelle Telekommunikations- und Netzwerktechnik, um wirklich stabil arbeiten zu können. Die Bundesregierung fördert die Weiterentwicklung mit fünf Milliarden Euro.

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Viele Studien stellen es heraus: Die Künstliche Intelligenz (KI, englisch: Artificial Intelligence, abgekürzt AI) ist in Wirtschaft und Industrie ist auf dem Vormarsch. „Artificial Intelligence hat das Potenzial, interne und externe Prozesse in allen Unternehmensbereichen nachhaltig zu verändern. Sie hat sich damit als ein zentrales Trendthema der globalen Technologieindustrie etabliert“, heißt es beispielsweise in der Studie „State of AI in the Enterprise Survey 2019“ der Beratungsgesellschaft Deloitte. Und weiter: „In deutschen Unternehmen kommen aktuell praktisch alle Varianten von AI-Technologie zum Einsatz: Beispielsweise regelbasierte Systeme, Process Robotics, Natural Language Processing, Machine Learning, Physische Roboter mit künstlicher Intelligenz, Deep Learning, Affective Computing (künstliche emotionale Intelligenz) und Computer Vision. Besonders verbreitet sind hierzulande bisher insbesondere Process Robotics und Regelbasierte Systeme.“

Die Bedeutung ist nun auch in der Politik angekommen. Vor zwei Jahren hat die Bundesregierung die KI-Strategie beschlossen, damals mit einem Volumen von drei Milliarden Euro. Noch mehr Geld soll jetzt den Durchbruch bringen: Im Rahmen des Konjunkturpakets zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wurde bereits im Sommer entschieden, dass innerhalb der nächsten vier Jahre fünf statt drei Milliarden Euro in die Erforschung und Anwendung von KI fließen sollen. Die Strategie beinhaltet zahlreiche konkrete Maßnahmen, wie die Forschung, Bildung, Weiterbildung und der Transfer in konkrete Geschäftsmodelle im Bereich KI verbessert werden sollen. So wurden bereits 100 zusätzliche neue Professuren im Bereich KI geschaffen. Einen Schwerpunkt sieht die Bundesregierung auch im Bereich der Wissensvermittlung an kleine und mittelständische Unternehmen.

Es ist sehr wichtig, dass die deutsche Wirtschaft und Politik sich diesem Trendthema angenommen und Strukturen und Prozesse entwickelt haben, um beim Einsatz der Künstlichen Intelligenz international wettbewerbsfähig zu bleiben. Gerade in Verbindung mit den Herausforderungen der Industrie 4.0 weist KI ein hohes Potenzial für die Wertschöpfung im produzierenden und im dienstleistenden Gewerbe auf. In der Industrie 4.0 wird die heutige, stark produktzentrierte Fertigung durch lösungs- und kundenzentrierte Konzepte ersetzt.

Die Bundesregierung will durch die massive Förderung KI-Ökosysteme in Deutschland und Europa weiter auf- und ausbauen, um die Anwendung von KI in der Breite stärken und zugleich die Sichtbarkeit herausragender Initiativen und Strukturen fördern. Dafür gelte es unter anderem laut der aktualisierten Strategie, mehr KI-Fachkräfte auszubilden, anzuwerben und in Deutschland zu halten, leistungsstarke und international sichtbare Forschungsstrukturen zu etablieren und insbesondere modernste KI- und Rechnerinfrastrukturen auf international konkurrenzfähigem Niveau bereitzustellen und die Rahmenbedingungen für innovative und menschenzentrierte KI-Anwendungen in Deutschland und Europa durch den Auf- und Ausbau der Qualitätsinfrastruktur auf der Basis eines angemessenen Ordnungsrahmens zu einem System für sichere und vertrauenswürdige KI zu stärken.

Für Unternehmen reicht das natürlich nicht aus. Damit Unternehmen diese Potenziale in Industrie 4.0 und Künstlicher Intelligenz aber wirklich ein- und freisetzen können, ist es notwendig, dass sie sich mit ihrer Telekommunikations- und Netzwerktechnik auseinandersetzen. Zwar ist Deutschland weitgehend mit Glasfasernetzen ausgestattet und die öffentliche Hand arbeitet weiter daran, die Situation zu verbessern. Viele Unternehmen aber haben mit langsamen Internetverbindungen zu kämpfen. Das Problem: Die beste Hard- und Software und die schlauesten Köpfe vor den Monitoren helfen nichts, wenn ein Unternehmen mit alten Netzwerkstrukturen arbeitet. Dann wird es trotz teurer Server und Maschinen kaum über eine mittelmäßige Performance herauskommen und auch keine professionellen Strukturen in der Künstlichen Intelligenz und der allgemeinen Digitalisierung etablieren können. 

Die Lösung ist eine Modernisierung der internen Netzwerk- und Telekommunikationstechnik. Unternehmen sind dazu aufgerufen, sich mit ihren eigenen Strukturen zu befassen, diese genau zu analysieren und sich die Frage zu beantworten, was genau sie benötigen: Wie groß sind die potenziellen Datenmengen? Wie viele Systeme sind an das Netzwerk angebunden, und wie viele Nutzer greifen auf Computer und Maschinen zu? Werden Vernetzungen zu internationalen Standorten benötigt? Daraus ergibt sich dann ein Überblick, welche technischen und strategischen Modernisierungsmaßnahmen in einem Unternehmen durchgeführt werden müssen. Das reicht vom Austausch alter Leitungen bis hin zur Optimierung von Anschlüssen und Verbindungen.

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