28.03.2001 - Informationen und Services rund um das Thema 'Reisen' gehören zu den nachgefragtesten Inhalten im Web - wie stellen sich deutsche Anbieter auf diese Herausforderung ein?

Informationen und Services rund um das Thema 'Reisen' gehören zu den nachgefragtesten Inhalten im Web - wie stellen sich deutsche Anbieter auf diese Herausforderung ein?

Die Trendstudie widmete sich in diesem Jahr zum dritten Mal den Fragen und Problemen in diesem Sektor. Ohne Anspruch auf Repräsentativität ergeben die Angaben aus 75 Experteninterviews und 56 online befragten Personen ein Stimmungsbild der Tourismusbranche. Wie anderswo auch gehört das Internet bei den Reisedienstleistern mittlerweile zur Normalität: Über 95 Prozent der Befragten unterhalten bereits eine Website, die wenigen verbliebenen Offliner planen in Zukunft online zu gehen. Die Einsicht, dass es allein mit einer statischen Internetpräsenz nicht getan ist, hat sich mittlerweile allerdings auch in der Tourismusbranche herumgesprochen: während 1999 lediglich 11 Prozent der Befragten angaben ihr Online-Angebot laufend zu aktualisieren, stieg diese Zahl in diesem Jahr auf immerhin über 61 Prozent.

Obwohl erstaunlicherweise fast 30 Prozent der Befragten keinerlei Informationen über die Besuche ihrer elektronischen Filiale haben, sieht die Hälfte noch Potenziale zur Verbesserung des Webangebotes und beschreibt die Besucher als "eher zufrieden". Nur knapp ein Drittel ist davon überzeugt, dass die Besucher "sehr zufrieden" seien.

Die Nationalen Tourismusorganisationen (NTOs) entsprechen nach eigenen Angaben den Kundenwünschen erfolgreich mit der Vermittlung von Informationen, z.B. in Rubriken wie Sehenswürdigkeiten, Kultur und Geschichte oder Regionen. Selten angeboten und nachgefragt werden nach ihrer Einschätzung interaktive Angebote wie Webcams und Chats. Demgegenüber sehen Reiseveranstalter das Internet in erster Linie als Vertriebskanal und setzen auf Online-Buchungsmöglichkeiten weniger komplexer Angebote wie Pauschal- oder Städtereisen.

Gezahlt wird auch im Tourismusbereich nach wie vor am häufigsten per Rechnung (59,5 Prozent) und Kreditkarte mit verschlüsselter Datenübertragung (35,1 Prozent). Elektronische Zahlungsmittel spielen auch hier eine untergeordnete Rolle.

 


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