18.12.2003 - Der Fahrkartenautomat war kaputt – als Ausrede dürfte dies schon bald nicht mehr taugen, da die meisten Fahrgäste künftig ihren eigenen Fahrkartenautomaten im Handy dabeihaben.

Der Fahrkartenautomat war kaputt – als Ausrede dürfte dies schon bald nicht mehr taugen, da die meisten Fahrgäste künftig ihren eigenen Fahrkartenautomaten im Handy dabeihaben.

So können Nutzer von Bus und Bahn im Vogtland ihren Fahrschein ab Februar 2004 per Handy kaufen. Der jetzt mit dem Aufbau einer entsprechenden Pilotlösung beauftragt.

Der Verkehrsverbund erwartet durch den "Ticketautomaten für die Hosentasche" sinkende Kosten, höhere Einnahmen und eine bessere Kundenbindung. Im Rahmen des Pilotprojektes werden zunächst 350 ausgewählte Personen das Verfahren bis April 2004 testen. Dabei stehen zwei Alternativen zur Verfügung: Alternative 1: Nachdem der Kunde eine entsprechende Software auf sein Java-fähiges Mobiltelefon geladen hat, bestellt er die Tickets per Tastendruck und Menüsteuerung über sein Handy. Im Menü gibt er die Anzahl der Fahrgäste, die gewünschte Fahrstrecke und die Art des Tele-Fahrscheins an - vom Einzelfahrschein bis zur Jahreskarte ist alles möglich. Nach Bestellung erscheint die Bestätigung für den Ticketkauf auf seinem Handy. Der virtuelle Fahrschein selbst liegt auf einem Server, auf den nur der Kontrolleur Zugriff hat. Alternative 2: Der Fahrgast bestellt seinen Fahrschein per Anruf. Bei der eingesetzten automatischen Auftragsannahme kommt erstmals eine neue, gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut entwickelte Spracherkennungs-Software zum Einsatz. Sie ist in der Lage, aus kompletten gesprochenen Sätzen die für die Bestellung relevanten Elemente zu erkennen. Lange Führungen durch ein Sprachmenü entfallen.

Durch die Lösung sollen sich Kundenzufriedenheit und Service weiter verbessern, denn die Fahrscheinbestellungen geben anonymisiert Auskunft über gefahrene Strecken und Zeiten. Das hilft, das Angebot von Bus und Bahn zu optimieren. Und Warteschlangen vor den Ticket-Automaten oder mangelndes Kleingeld sind für den Handy-Besitzer künftig keine Hinderungsgründe mehr, um Bus oder Bahn zu nutzen.

 


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