14.07.2006 - Immer mehr Kliniken setzten auf IT-Lösungen, um Kosten zu senken. RFID hat allerdings noch Akzeptanzprobleme bei den IT-Entscheidern.

Immer mehr Kliniken setzten auf IT-Lösungen, um Kosten zu senken. RFID hat allerdings noch Akzeptanzprobleme bei den IT-Entscheidern.

Das marode und überteuerte Gesundheitssystem ist in Deutschland dank Gesundheitsreform und Ärztestreik in aller Munde. Sparmaßnahmen werden gefordert. Um steigende Kosten auf der Verwaltungsebene einzudämmen, setzten immer mehr Krankenhäuser auf den Einsatz von IT-Lösungen. Schon lange sind die Kliniken den Gesetzen des Marktes unterworfen und müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können, rational und effizient arbeiten. Hier kommen computergestützte Systeme ins Spiel. Wie die "IT-Trends im Gesundheitswesen in Deutschland, 2006" zeigt, sind derzeit besonders die effiziente Gestaltung der Abrechnungsprozesse mit den Krankenkassen und die elektronische Patientenakte im Fokus des Interesses.

Die meisten Einrichtungen wollten durch den Einsatz der elektronischen Patientenakte in erster Linie eine Steigerung der Effizienz, beispielsweise durch die Beschleunigung von Arbeitsabläufen, erreichen, meint Joachim Benner von IDC. Daneben strebten sie auch eine Erhöhung der Behandlungsqualität und der Transparenz innerhalb des Krankenhauses sowie die Vereinfachung der Archivierung von Patientendaten und Dokumenten an. In diesem Zusammenhang fällt auch immer wieder das Stichwort RFID, obwohl die meisten Krankenhäuser eher verhalten darauf reagierten. Besonders Fragen des Datenschutztes machten den Entscheidern Probleme. Hier wird eine sehr hohe Ablehnung bei Patienten und Mitarbeitern gesehen.

Auch die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und des elektronischen Heilberufsausweises, die Teil der Reformbemühungen im deutschen Gesundheitswesen sind, werden durchaus kontrovers diskutiert. Wie die Studie zeigt, sehen Befürworter hierin die Möglichkeit, die Kosten des Gesundheitswesens deutlich zu reduzieren, während Kritiker dies bezweifeln und vor Sicherheitsrisiken warnen. Nur etwas mehr als die Hälfte der befragten IT-Verantwortlichen erwartet, dass die Einführung der neuen Technik, zumindest teilweise, die Erwartungen erfüllen wird.

 


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