13.11.2008 - Flächendeckende Werbung auf Web-Seiten ist zwar effektiv, kommt bei Nutzern aber äußerst schlecht an. Marketer setzen mit den aufdringlichen Anzeigen sogar ihren Ruf auf Spiel.

Flächendeckende Werbung auf Web-Seiten ist zwar effektiv, kommt bei Nutzern aber äußerst schlecht an. Marketer setzen mit den aufdringlichen Anzeigen sogar ihren Ruf auf Spiel.

Eine breite Palette an Online-Werbeformen steht Marketern heute zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem auch sogenannte Flash Layer, die sich direkt und ungefragt über den Seiten-Content legen. Mit hohen Erinnerungswerten und Klickraten hat diese Anzeigen-Form bei Werbetreibenden eine hohe Beliebtheit erlangt. Marketer tun jedoch gut daran, sich nicht von vermeintlich guten Statistiken blenden zu lassen, beweist eine Studie der . So schenken Internet-Nutzer den Layer-Anzeigen zwar, gezwungenermaßen, verhältnismäßig viel Aufmerksamkeit, empfinden sie dabei jedoch als aufdringlich und akzeptieren sie nur in den seltensten Fällen. Letztlich kann sich die Nutzung dieser Werbeform sogar negativ auf das Image des anwendenden Marketers auswirken.

So gab in einer Umfrage unter Internet-Usern im Alter von 18 bis 45 Jahren die überwältigende Mehrheit von 97 Prozent an, sich an dieser Art von Werbeeinblendungen zu stören. Knapp 43 Prozent erklärten sogar, dass Layer-Werbung extrem stört und sie bestrebt sind, Websites mit solchen Werbeformen gar nicht erst zu besuchen. Doch damit nicht genug, bei immerhin 68 Prozent der Befragten produzieren Werbeeinblendungen durch Layer zudem einen erheblichen Image-Verlust: 40 Prozent geben an, dass bei ihnen die jeweiligen Firmen bzw. Produkte an Ansehen verlieren, 28 Prozent gehen sogar soweit, zu sagen, dass sie künftig bei anderen Firmen einkaufen wollen. Trotz mangelnder Akzeptanzwerte und der potenziellen Gefahr für das Marken-Image verzichtet jedoch nur ein Teil der Werbenden auf Layer-Anzeigen. Neben guten Klickraten spielt dabei vor allem die Übertragungsmöglichkeit komplexer Werbebotschaften durch einfache Video- und Soundeinbindung eine Rolle.

Laut GOLDMEDIA stellt die Werbeform selbst auch nicht das Problem dar. Vielmehr führe die Art und Weise, wie Layer-Ads heute überwiegend eingesetzt werden, sowohl bei Werbekunden als auch bei den Web-Portalen häufig zu negativen Effekten, resümiert Geschäftsführer Dr. Florian Kerkau. Der Grund dafür ist häufig schlicht die fehlende Relevanz der Anzeigen. Wirkungsstudien hätten gezeigt, dass Layer-Werbung immer dann akzeptiert wird, wenn das beworbene Produkt zum Inhalt der Seite passt und der Nutzer einen Mehrwert erkennt. Online-Werbeformate stünden künftig immer stärker vor der Herausforderung, den User nicht nur zu umwerben, sondern ihn gleichzeitig zu informieren und zu unterhalten, und zwar ohne dass er sich gestört fühlt, so Kerkau weiter.

 


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