05.03.2009 - Entgegen aller düsteren Prognosen aus anderen Bereichen, kann sich der ITK-Sektor in der allgemeinen Flaute behaupten. Von kleineren Beulen abgesehen, geht es der Hightech-Branche offenbar nicht schlecht.

Entgegen aller düsteren Prognosen aus anderen Bereichen, kann sich der ITK-Sektor in der allgemeinen Flaute behaupten. Von kleineren Beulen abgesehen, geht es der Hightech-Branche offenbar nicht schlecht.

Laut bleiben die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den ITK-Sektor weiterhin eher marginal. Eine Studie zeigt, dass immerhin 55 Prozent der Unternehmen bislang noch gar nichts davon gespürt haben, 45 Prozent berichteten von hinter den Erwartungen zurück gebliebenen Umsätzen und Ausdünnung der Auftragslage. Der momentan viel zitierte Präsident des BITKOM, August-Wilhelm Scheer, berichtete auf der CeBIT in Hannover, wie überraschend stark sich die Branche der Informations- und Telekommunikationstechnologien in der Krise behaupte; die IT-Messe selbst solle ein Signal sein, dass mit Innovationen der Abschwung bewältigt werden könne.

Die Studie offenbarte außerdem, dass 46 Prozent der Firmen noch im Verlaufe dieses Jahres mit einer Trendwende in der Branche rechnen. 42 Prozent schätzen den Wiederaufschwung auf das kommende Jahr und nur 5 Prozent sind skeptischer und sagen steigende Umsätze erst für das Jahr 2011 voraus. Scheer lobte das Krisenmanagement der Bundesregierung und unterstrich gleichzeitig die wachsende Bedeutung von eGovernment, das viele Ansatzpunkte für ein Gegensteuern zur Rezession biete.

Die Zahlen des BITKOM sind in der Tat ermutigend; der deutsche Markt für Informations- und Telekommunikationstechnik wird, nach Meinung der Analysten, dieses Jahr gleichbleibend bei 154 Milliarden Euro Umsatz liegen. Betrachtet man die Informationstechnologie-Sparte gesondert, so geht man sogar von einem leichten Wachstum von 1,5 Prozent auf dann 67 Milliarden Euro aus. Beim BITKOM sieht man das als Anhaltspunkt dafür, wie gewichtig dieser Bereich in wirtschaftlich stürmischen Zeiten für Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen der Unternehmen ist. In der Telekommunikation antizipieren die Experten einen leichten Umsatzrückgang um 1,2 Prozent. Von verfehlten Markteingriffen der EU ist die Rede, außerdem seien die Tarifpreise im letzten Jahr um 3,3 Prozent gefallen; alles in allem aber eine nicht zwangsläufig auf die Wirtschaftskrise zurückzuführende Entwicklung. In der Unterhaltungselektronik geht laut BITKOM ein Innovationszyklus zuende: 2,5 Prozent Umsatzverlust prophezeit der Verband hier. Neue Innovationen, wie IP-TV und Heimvernetzung scharrten aber bereits mit den Hufen im Boden der ITK-Märkte.

 


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