Apple hat auf der WWDC 2026 die neue Generation von Apple Intelligence und Siri AI vorgestellt. Hinter den Kulissen arbeitet Apple dafür eng mit Google zusammen und greift auf Technologie aus den Gemini-Modellen zurück. Dennoch bleibt offen, wie stark Gemini tatsächlich Teil der neuen KI-Funktionen ist. Die wichtigsten Details zeigen: Apple nutzt Gemini für die Entwicklung, setzt aber auf eigene Modelle und legt Wert auf Datenschutz. Ein genauer Blick verrät, wie die Zusammenarbeit wirklich aussieht.

Apple Intelligence und Gemini: Das steckt wirklich dahinter
Gemeinsame Entwicklung, aber eigene Modelle
Apple hat die KI-Funktion Apple Intelligence und das neue Siri AI mit erheblicher Unterstützung von Google entwickelt. Die sogenannte Apple Foundation Models (AFM) 3 Core und AFM 3 Core Advanced laufen direkt auf aktuellen iPhones, iPads und Macs. Für die Advanced-Version brauchst du neueste Geräte wie ein iPhone Air, iPhone 17 Pro oder Pro Max, ein iPad mit M4-Chip oder neuer mit mindestens 12 GB RAM, oder einen Mac mit M3-Chip und ebenfalls 12 GB RAM. Das teilte Apple offiziell mit.
Trotz der engen Kooperation betont Apple, dass es sich bei Siri AI nicht um die Google Gemini App handelt. Es kommt kein Client-Code von Gemini zum Einsatz, auch die Wissensbasis stammt nicht aus der Google-Suche. Stattdessen bestehen die eigentlichen Modelle und alle Optimierungen aus Apples eigener Entwicklung. Der Einfluss von Gemini wird zwar genutzt, dient aber hauptsächlich als technologische Grundlage und Inspirationsquelle.
KI-Funktionen: Multimodal und leistungsstark
Die neue Apple Intelligence kann vielseitige Aufgaben wie Audio-, Sprach- und Texterkennung sowie Bildbearbeitung übernehmen. Viele dieser Fähigkeiten erinnern an die Leistungsmerkmale von Gemini, etwa im präzisen Umgang mit Bild- und Textgenerierung sowie im erweiterten Allgemeinwissen.
Cloud-Modelle: Wo Google doch ins Spiel kommt
Für Aufgaben, die zu komplex für das Gerät selbst sind, kommen Cloud-basierte KI-Modelle zum Einsatz. Hierzu gehören das AFM 3 Cloud-Modell für allgemeine Zwecke sowie das ADM 3 Cloud für die Bildgenerierung. Besonders anspruchsvolle Aufgaben übernimmt AFM 3 Cloud Pro. Beide Standard-Modelle laufen auf Apples eigenen Servern – doch bei der Pro-Variante werden Anfragen an Server in Googles Rechenzentren weitergeleitet. Die Berechnung findet dort auf Nvidia-GPUs statt, wie Apple und externe Quellen berichten (unter anderem Ars Technica).
Trotz dieser Auslagerung garantiert Apple den Schutz deiner Daten durch Private Cloud Compute (PCC). Dieses System sorgt dafür, dass nach der Anfrage keine Daten gespeichert bleiben, weder Apple noch Google Zugriff darauf haben und deine Identität verschleiert wird. Unabhängige Sicherheitsexperten können Apples PCC-Code überprüfen, auch auf den Servern von Google.
Schutzmechanismen in der Praxis
Aktuell befindet sich die vollständige Umsetzung der PCC-Schutzmaßnahmen auf Google Cloud allerdings noch in der Einführungsphase. Während der Sommer-Preview können daher komplexe KI-Abfragen in Beta-Versionen noch nicht das umfassende Sicherheitsniveau erreichen. Apple kündigt weitere technische Informationen zum Schutz und Handling der Daten bis zum vollständigen Release der neuen Software an.
Fazit: Apple verknüpft die Vorteile von Gemini-Technologien mit eigenen Innovationen, um die KI-Funktionen schnell weiterzuentwickeln. Dabei bleibt der Datenschutz zentrales Element, und Nutzer erhalten weiterhin die typische Apple-Erfahrung.



