Bekommt studiVZ mehr Konkurrenz vom eigenen Vorbild?

09.06.2008 – Facebook und MySpace haben in diesem Frühjahr deutschsprachige Versionen vorgestellt. Kommt damit mehr Bewegung in den deutschen Markt für soziale Netzwerke?

Facebook und MySpace haben in diesem Frühjahr deutschsprachige Versionen vorgestellt. Kommt damit mehr Bewegung in den deutschen Markt für soziale Netzwerke?

Im gesamten deutschen Internet sind 26,3 Prozent der Benutzer in sozialen Netzwerken aktiv, für vier von fünf Nutzern ist dieses Thema zumindest ein Begriff. Dieses Potential möchten auch die international etablierten Netzwerke Facebook und MySpace nutzen; ihre deutschen Ableger haben damit klar die Marktführerstellung von StudiVZ ins Visier genommen. Doch das erweist sich als nicht so einfach. Dies ergab zumindest die vom Marktforschungsunternehmen durchgeführte Umfrage „W3B“ unter deutschen Internet-Nutzern.

So wird der deutsche Platzhirsch studiVZ von jedem Dritten Nutzer sozialer Netzwerke in Deutschland mindestens einmal pro Woche besucht. Auf Platz zwei folgt das Business-Netzwerk Xing, hier schaut jeder Fünfte einmal pro Woche vorbei. MySpace und Facebook hingegen folgen erst auf den Plätzen drei und vier. Während MySpace zumindest von zwölf Prozent der Nutzer wöchentlich besucht wird, kommt Facebook hier nur auf einen Anteil von neun Prozent. Überraschend ist außerdem der Schnellstart von Wer-kennt-wen.de; das Netzwerk konnte sich aus dem Stand direkt auf Platz fünf etablieren. Im internationalen Nutzerzuwachsvergleich hält studiVZ ebenfalls recht souverän mit. So stieg der Anteil der aktiven Nutzer des deutschen Netzwerks im vergangenen Jahr um neun Prozent, Facebook konnte drei Prozent Zuwachs gewinnen, Schlusslicht ist MySpace mit nur zwei Prozent.

Angst vor einem Verdrängungswettbewerb scheint jedoch im Markt für soziale Netzwerke unbegründet zu sein, so die Analysten. Anders als beispielsweise bei Online-Auktionen könne sich hier mehr als ein Unternehmen erfolgreich etablieren, da viele Nutzer in mehreren Netzwerken angemeldet seien. So besuchen 15 Prozent der studiVZ-Nutzer wöchentlich MySpace und 27 Prozent der Facebook-Nutzer mindestens einmal wöchentlich Xing.

 


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