eBay schafft Versandkosten ab

21.04.2009 – Bei vielen eBay-Angeboten wird das Geld zum Ärger der Kunden nicht über den eigentlichen Artikel, sondern über die Versandkosten verdient. Das Online-Auktionshaus zieht nun die Reißleine.

Bei vielen eBay-Angeboten wird das Geld zum Ärger der Kunden nicht über den eigentlichen Artikel, sondern über die Versandkosten verdient. Das Online-Auktionshaus zieht nun die Reißleine.

Es ist ein kein Geheimnis: Schon lange wird bei günstigen eBay-Artikeln das Geld nicht mehr über den Kaufpreis, sondern über die Versandkosten verdient. Nach Ansicht von eBay ist dies für viele Kunden ein Grund, vom Kauf abzusehen. Als Sofortmaßnahme dürfen daher ab Juni dieses Jahres in vielen Kategorien Artikel nur noch als „versandkostenfrei“ verkauft werden – egal, ob es sich dabei um gewerbliche oder private Angebote handelt. Laut einer Begründung des Unternehmens habe sich im eCommerce-Bereich zusehends ein kostenloser Versand als Marktstandard durchgesetzt – um attraktiv zu bleiben, wolle man dies nun auch bei eBay einführen. Ob das Versandkostenverbot allerdings wirklich zur Rettung der Attraktivität von eBay beiträgt, darf angezweifelt werden: Vermutlich werden sich, besonders in „Sofort-Kaufen“-Angeboten, die Angebotspreise einfach um den Versandkostenbetrag erhöhen.

Neben diesem wichtigen Einschnitt hat eBay einen ganzen Katalog von Regeländerungen ab Anfang Juni vorgesehen; Verkäufer können diesen in Form einer ab sofort einsehen. Verbessert werden sollen sowohl das Seitenlayout wie auch die Modalitäten zur Rückgabe, zur Versandnachverfolgung und zur Bearbeitung von Kundenfragen. Zusätzlich sollen künftig Produkte in mehreren Varianten innerhalb einer Auktion angeboten werden können.

 


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