02.07.2008 – eBay hat vor dem Pariser Handelsgericht ein Verfahren gegen einen französischen Luxusartikel-Hersteller verloren. Das Online-Auktionshaus fürchtet nun Einschränkungen für den freien Internet-Handel.
eBay hat vor dem Pariser Handelsgericht ein Verfahren gegen einen französischen Luxusartikel-Hersteller verloren. Das Online-Auktionshaus fürchtet nun Einschränkungen für den freien Internet-Handel.
gibt sich kämpferisch und möchte den Online-Markt frei von Einschränkungen halten. Dies ist die Quintessenz einer Stellungnahme des Online-Auktionshauses zum am Montag dieser Woche verkündeten Pariser Urteil. Das vom Luxusartikelhersteller Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) angestrengte Verfahren, bei der es hauptsächlich um den illegalen Verkauf von gefälschten Luxusartikeln bei eBay ging, brachte dem Auktionshaus eine Strafe von knapp 40 Millionen Euro ein. Ein Berufungsverfahren hat das Unternehmen bereits angekündigt.
eBay fürchtet nun, so das Unternehmen in der Stellungnahme, dass der freie Internet-Handel durch das Urteil in Bedrängnis gerate. Obwohl man natürlich gegen Produktpiraterie Maßnahmen ergreife und diese scharf verurteile, sehe das Auktionshaus die Wahlfreiheit der Verbraucher gefährdet. eBay sieht außerdem in dem Verfahren einen Versuch, die Themen Produktfälschungen und Handelsbeschränkungen markttaktisch effektiv zu verbinden. Laut dem Auktionshaus deute manches darauf hin, dass bestimmte Inhaber von Markenrechten Prozesse zum Thema Plagiate als Vorwand nutzten, um ihre Marktmacht zu stärken.
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