Die Technologiestiftung Berlin hat die Innovationserhebung Berlin 2025 veröffentlicht. Erstmals enthält sie auch detaillierte Daten zur Nutzung von KI in der Berliner Wirtschaft. Der Bericht steht frei zum Download bereit und wird zusätzlich als interaktive Online-Visualisierung angeboten.

Die Veröffentlichung im Überblick

Sprachmodelle dominieren den KI-Einsatz
Besonders häufig kommen Anwendungen zum Sprachverstehen und zur Textgenerierung zum Einsatz. Dahinter folgen Verfahren zur Bildverarbeitung, maschinelles Lernen für Datenanalysen, autonome Systeme sowie Expertensysteme.
In den meisten Fällen nutzen Unternehmen KI-Lösungen externer Anbieter. Gleichzeitig setzen Beschäftigte KI zunehmend eigenständig im Arbeitsalltag ein. Dadurch entstehen neue Anforderungen an Unternehmensorganisation, Richtlinien und Regulierung. Daraus ergeben sich auch zusätzliche Chancen für Beratungsunternehmen.
Ein großer Teil der KI-Anwender hat entsprechende Technologien erst in den vergangenen Jahren eingeführt. Zwischen 70 und 80 Prozent der Unternehmen, die heute KI nutzen, haben diese Anwendungen nach 2021 implementiert.
KI-Einsatz in nahezu allen Branchen
Die Studie zeigt, dass sich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nicht auf einzelne Wirtschaftszweige beschränkt. Vielmehr findet KI in nahezu allen untersuchten Branchen Anwendung.
Besonders deutlich fällt der Vorsprung Berlins dort aus, wo KI selbst Teil eines Produkts ist oder das eigentliche Produkt bildet. Dieser Befund passt zur starken Position der Hauptstadt im Bereich Softwareentwicklung und Datenverarbeitung.
Forschungsausgaben steigen weiter
Neben dem KI-Schwerpunkt untersucht die Innovationserhebung auch das allgemeine Innovationsgeschehen in Berlin.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen im Jahr 2024 von 3,6 auf 3,7 Milliarden Euro. Die gesamten Innovationsausgaben gingen dagegen leicht zurück. Sie sanken von 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 6,1 Milliarden Euro im Jahr 2024.
Breiter Branchenmix stärkt die Wirtschaft
Ein besonderes Merkmal des Berliner Wirtschaftsstandorts ist die ausgewogene Verteilung der Forschungsaktivitäten auf verschiedene Branchen. Zu den wichtigsten Bereichen zählen der Maschinen- und Fahrzeugbau, die Elektroindustrie, die Pharmaindustrie sowie die Software- und Datenverarbeitung.
Da keine einzelne Branche die Industrieforschung dominiert, gilt die Berliner Wirtschaft als widerstandsfähiger gegenüber wirtschaftlichen Schwankungen als viele andere Regionen Deutschlands.
Die Innovationserhebung der Technologiestiftung Berlin erscheint seit 2013 und soll regelmäßig belastbare sowie miteinander vergleichbare Einblicke in das Innovationsgeschehen am Standort liefern. Mit der Ausgabe für 2025 liegt der Report nun in aktueller Form vor.



