03.08.2001 – Das Interesse an Büchern ist größer als man gemeinhin glaubt. Mit dem Buchhandel hat Deutschland einen der bestentwickelten Onlinemärkte innerhalb Europas.
Das Interesse an Büchern ist größer als man gemeinhin glaubt. Mit dem Buchhandel hat Deutschland einen der bestentwickelten Onlinemärkte innerhalb Europas.
Unangefochten im europäischen Umfeld nehmen die deutschen Lesebegeisterten die Spitzenposition ein. Laut der International Publishers Association kauften sie im vergangenen Jahr Bücher im Gesamtwert von rund 8 Milliarden Euro ein. Auf das Onlinegeschäft entfielen dabei 2,3 %. Reineke Reitsma, Analystin von , rechnet für 2006 mit einem Onlinebuchumsatz von 1,3 Milliarden Euro, der einem Anteil von 13 % des gesamten Buchgeschäfts entspricht. Als klarer Gewinner unter den Onlinebuchshops geht Amazon hervor, deren amerikanische Erfolgsstory sich auf dem deutschen Markt fortsetzt. Gemessen am Prozentsatz der Besucher pro Seite, erreicht Amazon.de mit einer Reichweite von 77 % die meisten Besucher pro Monat. Mit Abstand folgt bol.de mit 49 %, und mediantis.de, buch.de und Weltbild.de belegen mit jeweils 39 % den dritten Rang.
Junge, gebildete Männer mit höherem Einkommen bestimmen das Käuferbild. Rund 4,4 Millionen Internetnutzer kaufen in Deutschland Bücher über das World Wide Web; das entspricht 22 % der Onlinebevölkerung. Ein weiteres Viertel beabsichtigt, in Kürze auch Bücher online zu bestellen. Für Internetbuchkäufer stehen Bücher im Mittelpunkt ihres Lebens. Sie sind begeisterte Leser und geben im Durchschnitt 80 % mehr für gedruckte Unterhaltung aus als andere Verbraucher. Onlinebuchkäufer haben die größte Onlineerfahrung (27 Monate) und ihre ersten Onlinekäufe liegen mehr als ein Jahr zurück. Die Mehrheit von ihnen ist höher gebildet, männlich, im Mittel 35 Jahre alt und verfügt über ein durchschnittliches Monatseinkommen von 4.200 DM.
Als Hauptkaufmotive gelten Bequemlichkeit und Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit. Das Kundenbedürfnis nach Sicherheit und Einhaltung kurzfristiger Liefertermine ist laut Forrester indes noch nicht ausreichend erfüllt.
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