MANHUNT Staffel 4: Diese Taskforce jagt die Spieler durch Saigon

Nach Veröffentlichung der Spielernamen ist jetzt auch die Gegenseite komplett: MANHUNT hat die sieben Hunter für Staffel 4 vorgestellt. Fünf bekannte Mitglieder der Taskforce kehren zurück, zwei neue Gesichter kommen hinzu. In der Community stößt vor allem eines auf Diskussionen: Ist so viel Erfahrung bei den Jägern noch ein Vorteil für das Format – oder langsam zu viel des Guten?

Screenshot YouTube Trailer MANHUNT Staffel 4 Diese Taskforce jagt die Spieler durch Saigon
Screenshot YouTube Trailer MANHUNT Staffel 4 Diese Taskforce jagt die Spieler durch Saigon

Nachdem die neun Spielerinnen und Spieler bereits feststehen, ist nun auch die Taskforce von MANHUNT Saigon komplett.

Große Überraschungen gibt es dabei zunächst nicht. Mit Julius Battenfeld, Wilhelm „Willi“ Erber, Adrian Ember, Nicole „Nicci“ Schäfer und Kon alias Ripperkon kehrt ein großer Teil des Hunter-Teams aus der vergangenen New-York-Staffel zurück.

Neu dabei ist Eileen Leaf. Den siebten Platz übernimmt Lukas, der sich über die erstmals vergebene Hunter-Wildcard einen Platz in der Taskforce sichern konnte.

Damit stehen in Saigon sieben Hunter den neun Gejagten gegenüber. Auch eine aktuelle Zusammenfassung des neuen Casts bestätigt die fünf Rückkehrer sowie Eileen und Wildcard-Gewinner Lukas als Neuzugänge.

Die Taskforce von MANHUNT Saigon

Das Hunter-Team der vierten Staffel besteht aus:

  • Julius Battenfeld – bekannt als GermanGearGuide
  • Wilhelm „Willi“ Erber
  • Adrian Ember
  • Nicole „Nicci“ Schäfer
  • Kon alias Ripperkon
  • Eileen Leaf
  • Lukas – Gewinner der Hunter-Wildcard

Vor allem bei den fünf Rückkehrern setzt MANHUNT damit auf Erfahrung.

Julius, Willi, Adrian, Nicci und Kon kennen nicht nur das Format, sondern inzwischen auch die Abläufe innerhalb einer MANHUNT-Taskforce ziemlich genau. In Staffel 3 gehörten sie bereits zum siebenköpfigen Hunter-Team in New York. Damals wurden sie unter anderem von Karsten sowie Wildcard-Gewinnerin Iza unterstützt.

Karsten steht dieses Mal bekanntlich wieder auf der anderen Seite.

Eingespieltes Team oder zu wenig frischer Wind?

Und genau an der hohen Zahl der Rückkehrer entzündet sich derzeit die interessanteste Diskussion innerhalb der Community.

Im MANHUNT-Subreddit kritisiert der Ersteller eines Threads, dass das Hunter-Team „quasi unverändert“ bleibe. Sein Argument: Wer bereits mehrere Staffeln gemeinsam gespielt hat, kennt Abläufe, Kommunikation und Hierarchie innerhalb der Taskforce – und startet dadurch wesentlich eingespielter in die Jagd.

Diese Sicht teilen mehrere Nutzer.

Ein Kommentator weist darauf hin, dass es einen Unterschied mache, eine Staffel zuhause zu analysieren oder die Jagd tatsächlich selbst erlebt zu haben. Wiederkehrende Hunter seien miteinander eingespielt, wodurch Abstimmungsfehler seltener werden könnten. Ein anderer Nutzer lobt zwar die Auswahl, sieht aber ebenfalls einen Vorteil darin, dass einige Hunter bereits zum dritten oder vierten Mal teilnehmen.

Ganz von der Hand weisen lässt sich das Argument nicht.

Eine funktionierende Taskforce lebt schließlich nicht nur von körperlicher Fitness oder der Fähigkeit, jemanden auf offener Straße einzuholen. Funkdisziplin, Aufgabenverteilung, Positionswechsel und die Frage, wer wann im Headquarter bleibt, spielen ebenfalls eine Rolle.

Wer das schon mehrfach zusammen gemacht hat, muss diese Abläufe nicht erst während der ersten Stunden lernen.

Community hält dagegen: Auch die Spieler können sich vorbereiten

Allerdings gibt es auf Reddit ebenso deutlichen Widerspruch.

Mehrere Nutzer argumentieren, dass auch die Spieler längst wissen, wie MANHUNT funktioniert. Sie können mehrere Staffeln analysieren, das Verhalten einzelner Hunter studieren und aus den Fehlern früherer Teilnehmer lernen.

Ein Kommentator bringt außerdem Karsten ins Spiel: Er verfüge ebenfalls über enorme MANHUNT-Erfahrung und kenne die Jagd inzwischen sogar aus beiden Perspektiven.

Hinzu kommt der neue Schauplatz.

Saigon ist nicht Manhattan.

Die Erfahrungen aus New York lassen sich deshalb kaum eins zu eins übertragen. Verkehr, Straßennetz, Menschenmengen und Bewegungsmöglichkeiten dürften völlig andere Entscheidungen verlangen. Gerade in dicht bevölkerten Bereichen könnten die Spieler leichter in der Masse verschwinden – zumindest solange die Taskforce nicht bereits in unmittelbarer Nähe ist.

Damit bleibt die Hunter-Erfahrung zwar ein Faktor, aber kein automatischer Freifahrtschein.

Willi gehört für viele Fans inzwischen fest zum Format

Dass MANHUNT einen Großteil der Taskforce behält, hat zudem einen simplen Vorteil: Einige Hunter haben inzwischen selbst eine Fangemeinde aufgebaut.

Das zeigt sich besonders bei Willi Erber.

Ein Reddit-Nutzer schreibt, er könne sich eine Staffel inzwischen kaum noch ohne ihn vorstellen. Ein anderer Zuschauer empfindet Willis teilweise hektisches Auftreten dagegen als anstrengend und hätte auf seine erneute Teilnahme verzichten können. Darauf folgt prompt Widerspruch: Genau diese Hektik werde als enormer Ehrgeiz und Verbissenheit wahrgenommen – Eigenschaften, die ein Hunter brauche.

Damit zeigt sich ein interessantes Phänomen.

MANHUNT hat längst nicht mehr nur Publikumslieblinge auf der Seite der Gejagten. Auch die Taskforce hat wiedererkennbare Charaktere entwickelt.

Und genau das macht einen Komplettaustausch vermutlich wenig attraktiv.

Iza wird von einigen Fans vermisst

Einen Namen vermissen dagegen mehrere Zuschauer: Iza.

Sie kam in der New-York-Staffel über die Wildcard zur Taskforce und ist dieses Mal nicht dabei.

Ein Nutzer hätte am liebsten Willi, Kon und Julius behalten, Iza erneut eingeladen und die übrigen Plätze mit neuen Gesichtern besetzt. Ein anderer findet die aktuelle Mannschaft grundsätzlich in Ordnung, hätte sich aber ebenfalls mehr Veränderungen und eine Rückkehr von Iza gewünscht.

Das zeigt recht gut das Dilemma bei der Zusammenstellung der Taskforce.

Zu viele neue Hunter und die eingespielte Dynamik geht verloren. Zu wenige Wechsel – und irgendwann entsteht der Eindruck, jedes Jahr demselben Team bei derselben Arbeit zuzusehen.

Für Staffel 4 versucht MANHUNT offenbar den Mittelweg: fünf bekannte Hunter, zwei Neue.

Eileen Leaf und Lukas sind die Unbekannten im Team

Für frischen Wind sollen entsprechend Eileen Leaf und Lukas sorgen.

Eileen Leaf stößt erstmals zur Taskforce und ist damit eines der wenigen Mitglieder, bei denen die Zuschauer noch keine Vorstellung davon haben, welche Rolle sie innerhalb der Jagd übernehmen wird.

Noch interessanter dürfte Lukas werden. In den Reddit-Kommentaren fällt bei Lukas vor allem ein ziemlich offensichtliches Merkmal auf: seine Körpergröße. Mit rund 2,10 Metern dürfte unauffälliges Beschatten in Vietnam nicht gerade seine einfachste Disziplin werden. Genau darüber scherzen auch Fans bereits und fragen sich, ob seine Größe am Ende Vorteil oder Hindernis wird.

Zumindest übersehen dürfte man ihn nur schwer.

Manche Fans wünschen sich einen Seitenwechsel

Eine weitere Idee taucht in der Community ebenfalls mehrfach auf: Warum nicht einmal etablierte Hunter auf die andere Seite schicken?

Gerade Willi und Julius werden als Kandidaten genannt, die in einer möglichen fünften Staffel selbst zu Gejagten werden könnten.

Ganz abwegig ist der Gedanke nicht.

Karsten hat bereits gezeigt, dass ein Rollenwechsel funktionieren kann. Nach mehreren Staffeln als Spieler wechselte er in New York zur Taskforce – und kehrt für Saigon nun wieder auf die Spielerseite zurück.

Solche Wechsel könnten verhindern, dass sich die Zusammensetzung beider Lager irgendwann zu vorhersehbar anfühlt.

Für Saigon bleibt die Rollenverteilung allerdings klassisch.

Eine erfahrene Taskforce trifft auf einen ungewöhnlichen Spielercast

Auf dem Papier ergibt sich damit ein interessanter Gegensatz.

Auf Spielerseite setzt MANHUNT dieses Jahr stark auf neue Gesichter, Wildcards und Teilnehmer, die bislang keine Erfahrung mit dem Format haben. Lediglich einzelne Rückkehrer kennen den tatsächlichen Druck der 96-Stunden-Jagd bereits.

Auf Hunter-Seite sieht es fast genau umgekehrt aus.

Fünf der sieben Mitglieder haben die Abläufe bereits erlebt und müssen zwei Neulinge integrieren.

Ob diese Routine tatsächlich zum entscheidenden Vorteil wird, lässt sich allerdings erst mit der Ausstrahlung beurteilen. Die offiziellen MANHUNT-Regeln geben der Taskforce zwar Zugriff auf Standortinformationen und verschiedene Jagdmechaniken, gleichzeitig dürfen Spieler nur über die Spielleitung geortet werden. Ein Catch zählt zudem erst, wenn einem Spieler Handschellen angelegt wurden.

Und Saigon dürfte genügend Chaos bereithalten, um auch ein eingespieltes Team vor Probleme zu stellen.

Die Community ist gespalten – aber nicht enttäuscht

Unterm Strich fällt die Reaktion auf die neue Taskforce weniger euphorisch aus als bei der Enthüllung der Spieler – aber keineswegs negativ.

Viele Fans freuen sich über vertraute Hunter und gerade Figuren wie Willi, Julius und Kon. Andere hätten sich mehr Mut zu Veränderungen gewünscht.

Der entscheidende Streitpunkt lautet damit nicht, ob die bekannten Hunter gut funktionieren.

Sondern ob sie vielleicht schon etwas zu gut funktionieren.

MANHUNT muss in Saigon zeigen, ob fünf erfahrene Rückkehrer plus zwei Neuzugänge die richtige Mischung sind – oder ob die Produktion ihrer Taskforce für kommende Staffeln etwas mehr frisches Blut gönnen sollte.

Denn während sich die Spieler jedes Jahr neu beweisen müssen, kennt ein großer Teil der Jäger das Spiel inzwischen verdammt gut.

MANHUNT Trailer Hunter Vorstellung

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