Mehr Spam in sozialen Netzwerken

16.06.2008 – Spam in sozialen Netzwerken entwickelt sich zu einem Problem für Wachstum und Nutzerbindung. Immer mehr Nutzer sind betroffen. Manche denken auch über einen Wechsel ihres Netzwerks nach.

Spam in sozialen Netzwerken entwickelt sich zu einem Problem für Wachstum und Nutzerbindung. Immer mehr Nutzer sind betroffen. Manche denken auch über einen Wechsel ihres Netzwerks nach.

Die auf Messaging-Security spezialisierte Firma hat in Zusammenarbeit mit Harris Interactive eine Umfrage über die Reaktionen der Nutzer sozialer Netzwerke auf das wachsende Spam-Aufkommen veröffentlicht. Danach haben über 83 Prozent aller Nutzer sozialer Netzwerke in den vergangenen zwölf Monaten falsche Freundeseinladungen, ungewollte Werbebotschaften oder Phishing-Nachrichten empfangen. Durchschnittlich entfielen dabei auf jeden Account 64 Spam-Attacken.

Neben einer allgemeinen Sorge über das Eindringen von Spam in soziale Netzwerke, die von 80 Prozent der Nutzer geteilt wird, sind in der Empfindung der Betroffenen die Attacken obendrein zahlreicher geworden. So sahen 37 Prozent in den letzten sechs Monaten eine Zunahme unerwünschter Kontakte, für 17 Prozent reichte die Anzahl der Attacken bereits aus, um über einen Netzwerk-Wechsel nachzudenken. Für die Betreiber kommt zudem hinzu, dass zwei Drittel der gesamten Nutzer über einen Wechsel ihres Netzwerks nachdenken würden, wenn sich die Attacken erheblich häuften. Angesichts dieser Zahlen seien, so Jamie de Guerre von Cloudmark, innovative und für den Nutzer vertrauenerweckende Sicherheitskonzepte dringend nötig.

Die Ursachen für das wachsende Spam-Aufkommen sehen die Experten vor allem in der unkontrollierbaren Vergrößerung der sozialen Netzwerke. So hat, nach Zahlen von Forrester Research, Facebook bereits 60 Millionen, MySpace über 110 Millionen Nutzer. Die Vielzahl der Neuanmeldungen, die gezielt durch virale Verbreitungsstrategien gefördert werden, lässt sich kaum mehr kontrollieren. Zudem lassen sich die vielfältigen internen Kommunikationswege, die eigentlich die besondere Stärke von sozialen Netzwerken darstellen, nur schlecht vollständig vor Spam schützen.

 


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