Microsoft zahlt Kopfgeld für Virus-Autoren

06.11.2003 – Hinweise, die zur Ergreifung der Virus-Autoren von LovSan und Sobig führen, sind dem Computerriesen mittlerweile eine halbe Million US$ wert.

Hinweise, die zur Ergreifung der Virus-Autoren von LovSan und Sobig führen, sind dem Computerriesen mittlerweile eine halbe Million US$ wert.

Jeweils 250.00 US$ hat jetzt für Hinweise ausgelobt, die zur Festnahme der Urheber dieser beiden vor allem im Sommer dieses Jahres recht häufig auftretenden Computer-Schädlinge führen. Mit diesem Schritt soll die inzwischen eher erkaltete Spurensuche wieder belebt werden und die Ermittler hoffen in diesem Zusammenhang auf neue, sachdienliche Hinweise. „Das sind nicht bloß Internet-Verbrechen, Cyber-Verbrecher oder virtuelle Verbrechen. Das sind reale Verbrechen, die viele Menschen geschädigt haben“, kommentiert Microsoft Rechtsberater Brad Smith den Schritt.

LovSan hatte es vor allem auf Computer-Netzwerke abgesehen und diese mit Daten überflutet und damit lahm gelegt. Sobig wiederum hatte auf den befallenen Computern ein Programm hinterlassen, dass einen Zugriff von außen auf die entsprechenden Rechner ermöglicht. Für die Ermittler scheint es von daher nicht ausgeschlossen, dass hinter diesem Virus sogar organisiertes Verbrechen mit kommerziellen Absichten stecke.

 


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