Movie-on-demand: Hollywood goes Internet

17.08.2001 – Das Dilemma, in das die Musikbranche durch Napster & Co. geriet, will die Filmindustrie durch eine eigene Strategie offenbar rechtzeitig ausschließen.

Das Dilemma, in das die Musikbranche durch Napster & Co. geriet, will die Filmindustrie durch eine eigene Strategie offenbar rechtzeitig ausschließen.

Noch bevor Breitband-Zugänge selbst in den USA eine nennenswerte Verbreitung erlangt haben, verkündeten am gestrigen Donnerstag fünf der größten Hollywood-Filmstudios ihr Mitwirken an einem "movie-on-demand" Internet-Angebot. Auf Basis der schnellen Online-Verbindungen wollen die Companies bereits in einigen Monaten einen Teil ihres Filmangebots via Internet zugänglich machen. Zu den beteiligten Gesellschaften zählen: . Nicht angeschlossen haben sich der Initiative bilang Disney und Fox, die offenbar eigene Strategien verfolgen wollen.

Technisch wird das Angebot wohl auf einer von Sony unter dem Namen Moviefly entwickelten Lösung basieren, wobei betont wird, dass jedes Studio frei über sein bereitgestelltes Angebot und Pricing entscheiden kann. Grundsätzlich wird jedoch von einer Pay-per-View Lösung ausgegangen, bei der der Nutzer für eine Gebühr zwischen 3-5 US$ Filme auswählen kann, die bereits seit 2 Monaten in stationäre Videotheken verfügbar sind.

Trotz dieser Einschränkung wird in der Auseinandersetzung mit den Zweitverwertern wie Kabelgesellschaften, Pay-per-View Fernsehkanälen sowie die Videothekenketten noch ein mögliches Problem gesehen. Das Internet könnte sich hier zu einem zusätzlichen Wettbewerber entwickeln. Dieses würde jedoch voraussetzen, dass sich die derzeit kleine Gemeinde der Breitband-Nutzer noch spürbar vergrößert.

Ganz allgemein muss man den Schritt der Filmgesellschaften jedoch sicher auch als Präventivmaßnahme gegen den einsetzenden illegalen Austausch von Filmen nach Art der Musik-CDs werten. Bereits heute gehen Experten von rund 400.000 Filmdateien aus, die als "Bootleg" (Raubkopie) durch das Web geistern.

 


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