09.08.2001 – Geht es nach dem Willen der US-Musiktauschbörse, wird man die Plattform schon bald wieder ganz legal nutzen können.
Geht es nach dem Willen der US-Musiktauschbörse, wird man die Plattform schon bald wieder ganz legal nutzen können.
Für eine Monatsgebühr von umgerechnet rund 11 DM soll auf der zukünftig wieder fleißig Musik getauscht werden. In einem Interview der Zeitschrift Stern äußerte sich der zukünftige Napster-Chef Konrad Hilvers dahingehend, dass das Prinzip der Börse wie bisher bestehen bleibt, lediglich eine Gebühr, um die Musiker zu bezahlen, sei nun notwendig.
Wie viele, der ehemals 70 Millionen Nutzer dazu bereit sind, bleibt jedoch abzuwarten. Laut Napster-Gründer Shawn Fanning würden schon wenige hundert Teilnehmer ein attraktives Angebot ermöglichen.
Der Napster Basis-Service soll darüber hinaus Zugang zu Musik von mehr als 200 Independent-Labels ermöglichen. Jedoch geschieht dies nicht mehr im kopierbaren MP3-Format, sondern im neuen kopiergeschützten nap-Format.
Ob sich das neue Napster-Abonnement durchsetzen kann, bleibt mehr als fraglich, denn schon stehen auch die anderen Plattenlabels mit konkurrierenden Angeboten in den Startlöchern. Darüber hinaus schwebt über Napsters Zukunft immer noch das Damokles-Schwert einer Gerichtsentscheidung über Schadensersatzzahlungen an die US-Musikindustrie.
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