06.08.2001 – Im Juli verzeichnete der Internetmarkt lediglich 32 Dotcom-Pleiten. Dies ist der geringste Wert seit September 2000. Ist die Talsohle damit durchschritten?
Im Juli verzeichnete der Internetmarkt lediglich 32 Dotcom-Pleiten. Dies ist der geringste Wert seit September 2000. Ist die Talsohle damit durchschritten?
Diesen nach langer Zeit einmal wieder freundlichen Ausblick verschafft eine aktuelle Untersuchung von. So registrierte man im Juni immerhin noch 58 Insolvenzen auf dem Online-Markt und in den Monaten Februar und Mai sogar die Rekordzahl von jeweils 60 Konkursen. Insgesamt sei es seit Januar 2000 zu 592 Pleiten gekommen, wobei mit 367 Schließungen (62 Prozent) das Gros eindeutig auf dieses Jahr entfällt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres traf es gerade einmal 56 Dotcoms. Zu den bekanntesten Pleitiers des Juli zählen aus Sicht des Unternehmens die Grocery-Konzerne Webvan und HomeRuns, der Fotoservice Primeshot, der ISP Metricom sowie die Firma Ipoptical.
WebMergers.com geht – gemessen an den finanziellen Zuwendungen von VCs und Business Angels – von einer Unternehmenssubstanz zwischen 7.000 und 10.000 Companies für die Online-Branche aus. Demzufolge liegt die "insolvente Masse" in einer Größenordnung von 6-8 Prozent. Da die Spitzenwerte während der Überlappung einer B2C-Pleitewelle mit einer zweiten B2B-Misere zustande kamen, sind nach Sicht der Marktforscher durchaus Anzeichen für eine Markterholung gegeben.
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