21.10.2003 – Modernisierungen wären dringend notwendig, denn geschäftskritische Anwendungen sind häufig über zehn Jahre alt. Nur sind die IT-Budgets derzeit eher begrenzt.
Modernisierungen wären dringend notwendig, denn geschäftskritische Anwendungen sind häufig über zehn Jahre alt. Nur sind die IT-Budgets derzeit eher begrenzt.
Weil infolge der derzeit begrenzten IT-Budgets Modernisierungen nur unzureichend möglich sind, sieht sich jedes dritte Unternehmen zumindest teilweise in einer Investitionsfalle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Karlsruher IT-Providers unter mehr als 700 Mittelstands- und Großfirmen.
Der Erhebung zufolge sind 59 Prozent der geschäftskritischen Anwendungen durchschnittlich zwischen fünf und zehn Jahre alt. Über eine sehr moderne Softwarelandschaft mit jüngeren Lösungen verfügen nur sieben Prozent der befragten Betriebe. Rund ein Drittel der Firmen hat jedoch Computerprogramme im Einsatz, die durchschnittlich älter als zehn Jahre sind. Demzufolge bezeichnen zwölf Prozent der Unternehmen ihren Modernisierungsbedarf als sehr hoch und dringend. Weitere 28 Prozent bewerten ihn als hoch, ohne dass jedoch eine kurzfristige Realisierung erforderlich ist.
Ein etwas anderes Bild zeigen die Rechner- und Netzwerksysteme. In fast jedem vierten Betrieb sind sie durchschnittlich jünger als fünf Jahre. Sehr veraltete geschäftskritische Systeme finden sich lediglich in jedem zehnten Unternehmen. Obwohl sie durchschnittlich jünger als die Softwarelösungen sind, besteht hier dennoch ein höherer Bedarf an technischer Erneuerung. 17 Prozent der Firmen sehen einen dringenden und 31 Prozent einen zwar hohen, aber nicht direkt abzudeckenden Bedarf.
Die Unternehmen haben in den letzten Jahren vielfach ihre IT-Systeme zwar teilweise funktional erweitert und mit neuen Komponenten ergänzt, die technologische Basis ist jedoch häufig veraltet, so dass weder die Integrationsfähigkeit noch die Effizienz den heutigen Anforderungen entsprechen, beurteilt Gerhard Schoch, Geschäftsführer der ORGA, die Ergebnisse. Infolge der gegenwärtigen und vermutlich auch noch etwas anhaltenden Restriktionen bei den Budgets stellt das Outsourcing von IT-Funktionen ein probates Mittel dar, um sich aus der Umklammerung der Investitionsbeschränkungen zu befreien und moderne, leistungsfähige Systeme nutzen zu können.
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