Wachsende Verwirrung um Green-IT

22.09.2008 – Verbraucher zeigen sich zunehmend irritiert von der Masse an Fragestellungen und Lösungen rund um das Thema Green-IT. Marktanalysten schlagen einen systematischen Ansatz vor, um den Überblick zu behalten.

Verbraucher zeigen sich zunehmend irritiert von der Masse an Fragestellungen und Lösungen rund um das Thema Green-IT. Marktanalysten schlagen einen systematischen Ansatz vor, um den Überblick zu behalten.

Viele IT-Anwender sind sich im Unklaren über das Thema Green-IT und wissen nicht, wie sie ihre Zeit und ihr Technologiebudget am sinnvollsten investieren sollen. Laut wird sich diese Unsicherheit über dieses schnell veränderliche Segment noch über Jahre hinziehen. Die IT-Industrie sei geradezu durchtränkt mit Diskussionen über Green-IT, ganze Konferenzen und Beraterstäbe hätten sich ausschließlich aufgetan, um zu unter diesem Oberbegriff zusammengefassten Themen Hilfestellung zu geben, sagt Rakesh Kumar von Gartner. Unglücklicherweise bewirke dieser Hype bei den Nutzern jedoch vor allem eines: große Überforderung. Tatsächlich fehle vielen möglichen Anwendern ein klarer Marktüberblick umweltfreundlicher Technologien.

Laut den Marktanalysten bietet sich folgender Ansatz an: Das gesamte Spektrum grüner Technologien lässt sich in die Kategorien kurz-, mittel-, und langfristige Maßnahmen unterteilen. Die kurzfristigen Aktionen sollen nahezu unmittelbare Wirkung zeigen und innerhalb von 24 Monaten einen angemessenen Return on Investment abwerfen. Mittelfristige Maßnahmen planen etwas weiter voraus und betreffen in der Regel die kommenden 5 Jahre nach der Investition. Dagegen umfasst die Kategorie der langfristigen Produkte und Aktivitäten naturgemäß sehr außergewöhnliche Ansätze, die für die breite Masse kaum in Frage kommen.

An folgenden Punkten sollten sich Interessenten bei der Auswahl der verschiedenen Typen umweltschonender Technologien orientieren: Kurzfristige Maßnahmen sollten sich hauptsächlich mit den Themen Strom, Kühlung und Nutzungsraum beschäftigen, weshalb Anwender Wert auf moderne Raumplanung und Kühltechnologien, virtuelle Technologien zur Platzeinsparung und Energie-Management legen sollten. Mittelfristig muss geprüft werden, wie sich eine Maßnahme sich in den Gesamtkontext der IT-Strategie einfügt. Zu beachten sind dabei neben eventuellen zwischenzeitlichen Gesetzesänderungen eine volle Integration von Green-IT in Unternehmensplanung und Nachhaltigkeits-Programme, sowie weiterführende Ansätze für ein umweltfreundlicheres Verhalten und die Einführung von Videokonferenzen. Bei langfristigen Maßnahmen ist vieles unklar, gerade aufgrund der Unvorhersehbarkeit gesetzlicher und technischer Entwicklung. Wichtige Themen sollen laut Gartner vor allem Emissionen und mögliche CO2-Zertifikate, Wärme-Recycling, alternative Energien, Effizienzsteigerung von Software und grundsätzliche Bemühungen um eine umweltschonende Rechtsprechung sein.

 


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