Was hat Yahoo gegen Mokka?

19.07.2002 – Wer über den Service des Portals gegenwärtig eMails versendet, muss damit rechnen, dass aus dem englischen Begriff „mocha“ kurzerhand italienischer „espresso“ wird.

Wer über den Service des Portals gegenwärtig eMails versendet, muss damit rechnen, dass aus dem englischen Begriff „mocha“ kurzerhand italienischer „espresso“ wird.

In einer ungewöhnlichen Sicherheitsmaßnahme hat sich nach eigenen Angaben dazu entschlossen, eMails seiner Nutzer dahingehend zu editieren, dass sie nicht länger als Ausgangspunkt für Hackerangriffe fungieren können. Und so werden Begriffe, hinter denen sich verklausulierte Javascript-Kommandos verbergen könnten, möglichst sinnverwandt ersetzt. Ein ebensolches Beispiel ist der Begriff „mocha“, ein anderes Wort, dass im Filter hängen bleibt ist „eval“. Und so kann es sein, dass aus dem Mittelalter (engl. medieval) kurzerhand der „Mittelbericht“ (medireview) wird, weil eval von Yahoo eben durch review ersetzt wird.

Über die besagten tückischen Begriffe ist es Hackern grundsätzlich möglich, kleine Javascript-Routinen zu starten, mit denen sich beispielsweise Browserfenster ferngesteuert öffnen sowie Benutzerpasswörter, ohne Wissen des Nutzers, abändern lassen. Inwieweit die Maßnahme Yahoo’s sinnvoll oder überzogen erscheint, ist unter den Sicherheitsexperten bislang umstritten.

 


17.07.2002 – Internet-Sicherheit: Unternehmen überschätzen sich

15.07.2002 – Vom Wissenschaftler zum Hacker

26.06.2002 – Passwort: One for all

27.02.2001 – Netz-Attacken ängstigen Unternehmer


Mehr News | Spotlights zum Thema ‚Hacker‘


 

Dieser Artikel erschien am und wurde am aktualisiert.
Nach oben scrollen