„Black Rabbit“ Review der Netflix Serie

Die neue Netflix-Serie „Black Rabbit“ entführt Zuschauer mitten ins pulsierende Herz von Manhattan und bringt dabei eine selten authentische Atmosphäre auf den Bildschirm. Die Macher entschieden sich bewusst für Drehorte wie das historische Bridge Café, was die düstere Welt des gehobenen Nachtlebens und der Unterwelt eindrucksvoll zur Geltung bringt. Hinter der Kamera stehen erfahrene Talente, darunter Schauspieler Jason Bateman und Laura Linney, deren Regiearbeit die dichte Stimmung und das hohe Produktionsniveau sichern.

Das ist „Black Rabbit“

Im Zentrum stehen die Brüder Jake Friedkin (Jude Law) und Vince Friedkin (Jason Bateman), deren zerrüttete Beziehung die emotionale Grundlage der Serie bildet. Bateman liefert nach Kritikermeinung eine seiner besten Darstellungen und überzeugt auch als Regisseur der ersten zwei Episoden. Besonders gelobt wird das Zusammenspiel zwischen Law und Bateman, das durch explosive Konflikte, aber auch berührende Rückblenden besticht. In Nebenrollen brilliert Oscar-Preisträger Troy Kotsur als eiskalter Mob-Boss und sorgt für eine in der Fernsehlandschaft einzigartige antagonistische Figur.

„Black Rabbit“ Reviews

Die Fachpresse ist gespalten: Während Medien wie Vulture und CBR das dramaturgische Niveau, die schauspielerische Tiefe und die stilvolle Regie als „eine der herausragendsten Krimi-Serien des Jahres“ loben, bemängeln andere wie die Hollywood Reporter eine gewisse Oberflächlichkeit und fehlende Innovation im Genre. Die Rotten Tomatoes-Bewertung liegt aktuell bei soliden 73%, was die diskursive Wahrnehmung widerspiegelt.

Die erste Staffel umfasst acht Episoden und vereint die Handschrift der renommierten Drehbuchautoren Zach Baylin und Kate Susman, die bereits für starke Charakterstudien bekannt sind. In der Inszenierung werden Themen wie Loyalität, Sucht und familiärer Verfall atmosphärisch verdichtet und durch die Restaurantbranche neu interpretiert.

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Obwohl die Serie mit prominenter Besetzung und ambitionierter Regie punktet, stößt sie in der Tiefe des Storytelling teilweise an Grenzen. Immer wieder wird der Vergleich zu „Ozark“ gezogen, wobei „Black Rabbit“ einen raueren, urbaneren Look und einen noch nuancierteren Blick auf die Schattenseiten menschlicher Beziehungen bietet. Die Handlung besticht vor allem mit ihrer dynamisch inszenierten zweiten Hälfte, die in einen nervenaufreibenden Showdown mündet.

Fazit – Lohnt sich „Black Rabbit“?

„Black Rabbit“ ist ein intensiver Serien-Trip in das schwarze Herz von New York, getragen von äußerst vielschichtigen Hauptdarstellern und einem glaubwürdigen Milieu. Trotz einiger Schwächen setzt die Serie neue Maßstäbe in der Darstellung toxischer Familiengeschichten und ist für Fans von Urban Crime Thrillers definitiv einen Blick wert.

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