Amazon macht es schon seit langem, eBay kann auch nicht mehr ohne leben und selbst Google kurbelt die eigenen Umsätze mit Hilfe von Partnerseiten an. Dass jedoch Affiliate Marketing nicht nur für Branchenriesen eine viel versprechende Werbemaßnahme darstellt, beweisen sowohl Studienergebnisse als auch zahlreiche Erfolgsstories.
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Auch wenn es in der letzten Zeit vielleicht etwas ruhiger um das Thema geworden ist, war Affiliate Marketing eigentlich nie richtig von der Online-Bildfläche verschwunden. Spätestens jedoch seit Google sein AdSense Programm gestartet hat, stehen die virtuellen Partnerprogramme wieder ganz oben auf der Agenda. Und das vermutlich aus gutem Grund, denn schließlich profitieren beide Seiten von einer solchen Partnerschaft. Auf der einen Seite steigen die Umsätze, auf der anderen – so sollte es jedenfalls sein - die Attraktivität der Website. Zugleich fällt für die „Affiliate-Nehmer“ eine Umsatzbeteiligung an. Dass sich Affiliate-Programme aus Anbietersicht lohnen, belegt auch eine aktuelle Untersuchung von Shop.org und BizRate aus den USA. Demnach waren in der Vorweihnachtszeit lediglich die eigenen eMail-Kampagnen und gezieltes Suchmaschinenmarketing noch effektivere Werbemaßnahmen für das eigene Webangebot.
Besonders die Online-Buchbranche setzt in letzter Zeit wieder verstärkt auf diese Marketingform. Ob Libri, buch.de, bol.de oder Amazon: Alle Anbieter haben in den letzten Monaten neue Partnerprogramme gestartet bzw. bestehende modifiziert. Zwischen 5 und 8 Prozent Umsatzbeteiligung wird den Teilnehmern versprochen. Da es mehr oder minder zu jedem Website-Thema auch die entsprechenden Publikationen gibt, sind Kooperationen hier auch an der Tagesordnung und es verwundert wenig, dass es der Branchenprimus Amazon mittlerweile auf mehr als eine Million Partner bringt.
Die steigende Bedeutung des Themas wird auch durch den Start des - nach eigenen Angaben - ersten deutschsprachigen Newsdienstes für Affiliate Marketing, affiliatepr.de, unterstrichen. Hier sollen ab sofort entsprechende Branchenmeldungen verbreitet und kostenfrei abonniert werden können.
Jedoch ist Affiliate Marketing – soll es denn auch erfolgreich sein – mitnichten ein Selbstläufer. Der Grat zum Erfolg ist äußerst schmal - sowohl für die Anbieter als auch für die Teilnehmer. Wird auf Masse statt Klasse (unkritische Auswahl der Partner) gesetzt, verlieren Partnerprogramme schnell ihre Attraktivität. Ein Unterschied zur profanen Bannerwerbung ist dann oft nicht mehr zu erkennen. Und wo das Umfeld nicht stimmt, sinkt unweigerlich die Klick - und dadurch schließlich auch die Konversionsrate.
Für gute Affiliate Ergebnisse gelten einfache Regeln: Die Partner müssen einen Mehrwert liefern, entweder durch entsprechenden Content oder durch ergänzende Produkte bzw. Dienstleistungen. Wie dies z.B. auf Anbieterseite aussehen kann, zeigt der Partnerprogramm-Newsletter des Touristik-Netzwerks Travelan. Hier werden die Affiliate-Partner regelmäßig mit aktuellen Trends, Fakten und Zahlen zur Branche versorgt und es wird über neue Reiseangebote und bewährte Erfolgsstrategien für die Website berichtet. Alle Newsletter-Angebote und Incentives sind dabei automatisch mit der Partner ID hinterlegt und führen die potentiellen Kunden immer wieder auf die jeweilige Partner-Website zurück. Auch alle anderen Promotion-Maßnahmen sind konsequent auf die Partner zugeschnitten, z.B. Gewinnspiele und Sonderaktionen, mit denen die Partner auf ihren Seiten werben können.
Doch Partnerprogramme sind mitnichten nur etwas für die Big Player der Branche. Auch kleinere Websites können von den Vorteilen des Affiliate Marektings profitieren. Im Web gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Vermittlungsportalen (z.B. Affilinet, zanox, SuperClix,TradeDoubler, Adenion etc.), die sich auf das Matching entsprechender Angebote spezialisiert haben. Mit etwas Fingerspitzengefühl bei der Partnerauswahl können so – besonders in der StartUp-Phase eines Unternehmens – Reichweite, Bekanntheit und dadurch auch Umsatz nachhaltig gesteigert werden.
Autor: Matthias Robben
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