Paid-Content: neue Geschäftsmodelle gefragt

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08.05.2002 - In Zukunft soll der Zugang zu Content wichtiger als der Besitz sein. Diesen Einstellungswandel beim Verbraucher prognostiziert eine aktuelle Diebold-Untersuchung.


In Zukunft soll der Zugang zu Content wichtiger als der Besitz sein. Diesen Einstellungswandel beim Verbraucher prognostiziert eine aktuelle Diebold-Untersuchung.

Das Internet und nicht zuletzt Musiktauschbörsen wie Napster haben eine Umsonst-Kultur etabliert. Die Mehrzahl der Mediennutzer ist nicht bereit, für digitalisierte Inhalte zu bezahlen. Durch die Möglichkeit zur Vervielfältigung verliert das Produkt an Exklusivität und subjektivem Wert. Der Absatz von CDs sank von 2000 auf 2001 um 14 Prozent und im selben Jahr stieg die Anzahl der heruntergeladenen Songs auf 20 Milliarden an. Kopierschutztechnologien verzögern diesen Trend, können ihn aber nicht verhindern.

geht davon aus, dass User zukünftig den Zugang zu Mediendienstleistungen sowie begleitenden Services kaufen und nicht das physische Medienprodukt. Medienunternehmen sind aufgefordert, entsprechende Angebote und Geschäftsmodelle auszuweiten. Beispielsweise kann die Musikindustrie die kostenpflichtige oder kostenlose Verteilung von Inhalten und Songs über ein P2P-Netzwerk ermöglichen. Die avisierten Kundengruppen können sich für eine Monatsgebühr eine bestimmte Anzahl von Songs herunterladen oder pro Download bezahlen. Inwieweit Kunden diesen Dienst in Anspruch nehmen, bleibt jedoch offen, da weiterhin kostenfreie Angebote von Tauschbörsen im Internet verfügbar sind. "Durch das Angebot des kostenlosen File Sharing können sich Unternehmen in ihren Märkten profilieren. Sie haben die Chance, die Kundenbindung nachhaltig zu erhöhen und dadurch den Absatz kostenpflichtiger Angebote zu stabilisieren und auszubauen", erklärt Marc Ziegler, Partner bei Diebold und Leiter der Business Unit Media, Publishing, Broadcast & Entertainment.

Bisher verbreiten Medienunternehmen Inhalte und Werbebotschaften und unterhalten Geschäftsbeziehungen zu Endkunden, Vermittlern und der Werbeindustrie. Diese Aufgaben werden zukünftig Carrier und Info-Logistiker wie beispielsweise die Deutsche Telekom übernehmen. Nach Schätzungen von Diebold wird dieser Wandel ab 2006 einsetzen. Dabei soll die bisherige Aufteilung zwischen Urhebern und Medienunternehmen bestehen bleiben.

 


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