Den richtigen Einstieg bei Industrie 4.0 wählen

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Weil sich viele wichtige technische Aspekte von Industrie 4.0 noch in einem Forschungsstadium befinden, aber die Fertigungsunternehmen in ihrer Produktionseffizienz häufig noch deutliche Schwächen aufweisen, empfiehlt die FELTEN Group ein Vorgehen mit kombinierter Ausrichtung: Technische Strukturen zur Steigerung der Leistungsqualität aufbauen, die auch gleichzeitig das Fundament für die digitale Zukunft darstellen.

Plötzlich spricht alles über Industrie 4.0 und von der Vision einer umfassenden Vernetzung von Maschinen, Lagersystemen und Produktionsstätten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Selbst Lieferanten und Kunden sind darin einbezogen. Der Nutzen besteht vor allem darin, in einem höheren Automatisierungsgrad effizienter und trotzdem deutlich flexibler produzieren zu können. So lässt sich beispielsweise auch die Fertigung individueller Produkte einfacher realisieren. Der Weg dorthin ist von der Notwendigkeit geprägt, die virtuelle IT-Welt mit den realen Fertigungsabläufen zu verschmelzen. Als Konsequenz werden sich zukünftig die Produktionsprozesse gravierend verändern.

Für Werner Felten, Geschäftsführer der FELTEN Group, nimmt diese Entwicklung zwar eine sinnvolle Richtung. Allerdings warnt er vor falschen Prioritäten in den Planungen der Produktionsfirmen. „Die Diskussion zu Industrie 4.0 darf nicht davon ablenken, dass viele Unternehmen aktuell noch ganz andere Probleme in ihrer Leistungsqualität haben und deshalb vorläufig noch keinen Nutzen aus einer umfassenden Vernetzung nach der Industrie 4.0-Idee generieren könnten." Ohne eine MES-Infrastruktur mit ERP-Integration, standardisierten Produktionsabläufen und granularen Prozessdaten zur effizienten Produktionssteuerung könne dieses Zukunftsmodell nicht funktionieren.

Als eines der Kernprobleme nennt Felten die Produktionsinformationen: „Das Industrie 4.0-Szenario verlangt, dass dezentral Echtzeitdaten zu den Fertigungszeiten, Maschinenauslastungen, Personalressourcen, Material- und Energieverbräuchen und mehr bereitgestellt werden müssen", betont Felten. „Derzeit können viele Unternehmen diese Anforderungen jedoch noch nicht erfüllen." Es sei investitionsstrategisch deshalb wenig sinnvoll, den zweiten Schritt vor dem ersten gehen zu wollen. „Zumal die Idee der hochvernetzten Zukunft bisher auch erst grob skizziert ist und es gegenwärtig weder branchenübergreifend gleiche Vorstellungen noch einheitliche Standards gibt", betont er. Bisher sei Industrie 4.0 kaum mehr als ein Begriff für eine interessante Zielperspektive der industriellen Produktion, dessen Fundament jedoch jetzt bereits geschaffen werden könne.

Felten empfiehlt deshalb, die strategischen Planungen so auszurichten, dass einerseits die oft noch erheblichen Potenziale zur Steigerung der Produktivität aktiviert und gleichzeitig die Voraussetzungen für die zukünftige digitale Vernetzung geschaffen werden. Dies würde eine investitionssichere Vorgehensweise mit doppeltem Nutzen gewährleisten.

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